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#NoBaergida ist ein loser Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die ein Zeichen gegen Rassismus in Berlin setzen.

Unsere Bärgida-Recherche ist hier zu finden.
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Dienstag, 16. Mai 2017

Aufruf zum Protest gegen „Hand in Hand“ am Samstag, den 20.05.2017



Bereits zum vierten Mal versuchen die Volkspfosten von „Hand in Hand“ die Tourist*innen in Charlottenburg beim samstäglichen Einkaufsbummel zu erschrecken.

Seid dabei und helft mit denen die Freude an solchen Aktionen zu nehmen!

Graziani, links am Kranz
Lorek, rechts mit Hut
Bei „Hand in Hand“ handelt es sich um eine Resterampe gescheiterter Gidas aus Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Allen voran der Redner „Graziani“, der seine Karriere der Hetze bei Legida in Leipzig begonnen hatte. Neben Pogida in Potsdam und Bärgida in Berlin, landete er schließlich bei „Hand in Hand“.

Daneben ist das „Bürgerbündnis Havelland“, welches die besorgten Kartoffelaufläufe in Rathenow veranstaltete, ein fester Bestandteil nebst der Identitären Bewegung. Sehr in den Vordergrund tritt der Pegida- und Ufo-Anwalt Lorek, welcher mit der grandiosen Zählmethode landesweit bekannt geworden war, bei den Veranstaltungen.

Die nationalistische, rassistische und islamfeindliche Haltung der übrigen Teilnehmenden zeigen sie selbst anhand der Transparente. Die Teilnehmerzahl ging immer weiter zurück. Anfangs konnten sie noch über 100 Personen mobilisieren, und verloren von Demonstration zu Demonstration mindestens 20%. Auch die Zusagen bei Facebook verringern sich stetig.


Auch wenn es sich bei „Hand in Hand“ um einen versprengten Haufen handelt, so beschränken sie sich nicht darauf leere Regierungsgebäude anzubrüllen. Sie laufen durch ein Gebiet, wo sie gesehen werden und Gehör finden. Bei der vorherigen Demonstration legten sie einen Kranz an der Gedächtniskirche ab, um den Opfern des Anschlages zu gedenken. Das Leiden der Hinterbliebenen wurde instrumentalisiert und der Hass geschürt.

Schließt euch unserer Kundgebung an oder bringt euch kreativ ein. Wir wollen mit euch gemeinsam ein Zeichen gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft setzen. Wir treffen uns am 20.05.2017, ab 13:30 Uhr, auf dem Hardenbergplatz, direkt am U-Bahnausgang vor dem Elefantenhaus. Seid laut, seid bunt und vor allem entschlossen.


Die Bilder dürfen wir mit freundlicher Genehmigung des Recherchenetzwerks Berlin verwenden. Habt Dank!

Montag, 29. August 2016

Als ob es etwas Neues wäre

Was haben wir schon alles geschrieben, hingewiesen und aufgerufen? Bärgida an der Putlitzbrücke, Botschaften, Parteien und am LaGeSo. Die Auswahl der Orte provoziert schon lange, unsere Fassungslosigkeit und auch Tränen versiegten, von vielen ungeachtet und nicht beachtet.

Wir begrüßen Aufrufe von Menschen und Parteien, was wir jedoch nicht gutheißen können ist die vergangene Zeit. Wir wollen und wir werden diese Provokationen nicht vergessen und  rufen dazu auf, dass auch ihr diese nicht vergesst.

Es freut uns, wenn sich heute viele an den Gegenaktionen beteiligen werden, sich mit der Amadeu Antonio Stiftung solidarisieren und so für die Arbeit danken, auch wir tun dies. Jedoch denkt auch an die Menschen auf der Flucht am LaGeSo, an unsere Tränen bei dem Lied der Deutschen auf der Putlitzbrücke, bei all den Orten, wo es in unserem Herzen brannte.

Bis später, 18:30 Uhr Washingtonplatz und per Twitter.

Freitag, 15. Januar 2016

Radio und Rigaer

Gemeinsam los.

Wir hatten gestern unser erstes Radiointerview. Damit ihr in den Genuss kommt, könnt ihr es nun im Nachgang anhören.

Auf der Seite von Funkfabrik B könnt ihr diese und alle anderen Sendungen hören. Wir haben uns mit Bärgida und Pogida befasst, uns die besten Momente aus dem Bärgidabus gegeben und einfach gemeinsam eine gute Zeit verbracht.

Die Busszene haben wir als Datei erhalten und dürfen sie euch zur Verfügung stellen. Den Download findet ihr hier. Wer nicht weiß um was es geht findet Bärgida im Bus auf YouTube (Alternativlinks sind nicht mehr verfügbar).

Wir danken Afri und Veit für das Interview und die Einladung und möchten darauf hinweisen, dass die beiden sehr schöne Ideen zu ihrem Radio haben. Darüber werden wir später genauer berichten. Nach der Sendung sind wir dann gemeinsam in die Rigaer gefahren.

Mehr von den beiden gibt es jeden Monat, das Zuhören ist auch für Hunde geeignet!

Dienstag, 12. Januar 2016

Andere Arten zu feiern!

Bärgida hatte Geburtstag und feierte zusammen mit „Pogida“ in Potsdam.

Wir waren auch ein klein wenig in Feierlaune und so versammelten sich mehrere hundert Menschen auf dem Washingtonplatz um sich dann auch auf den Weg nach Potsdam zu machen, wo 1500 Antifaschist*innen bereits einen von zwei Bussen der angereisten Bärgidas belagert hatten.
Die Bärgida Nazis des blockierten Bus mussten sich geschlagen geben und konnten erst nach 30 Minuten die Flucht zurück nach Berlin antreten.
Auch bei den übrig gebliebenen Bägidas und Pogidas lief es nicht besser. Die Anlage (bereit gestellt von Bärgida), über die wirre Gedanken in die Welt posaunt wurden, wurde kurzerhand sabotiert und den Rassist*innen war es dank der starken Gegenwehr nicht möglich den Bassinplatz zu verlassen um ihren "Spaziergang" abzuhalten.

Nach gut 2 Stunden im Regen versuchten die übrig gebliebenen Nazis zurück zum Bahnhof zu gelangen, wobei sie von mehreren wütenden Antifaschist*innen begleitet wurden. Wir danken an dieser Stelle allen Berliner und Potsdamer Antifaschist*innen, die diesen Abend für Bärgida und Pogida zum Desaster gemacht haben und wünschen uns auch in den kommenden Wochen erfolgreiche Gegenproteste.

Samstag, 9. Januar 2016

Ein Jahr Bärgida?

Es reicht!

Die Bärgida-Aufmärsche am Montag sind die letzten rassistischen
Dauerdemonstrationen in Berlin. Sorgen wir dafür, dass 2016 damit
endlich Schluss ist.

Am ersten Geburtstag von Bärgida gibt es eine große Gegendemo, danach soll Bärgida kreativ gestört werden. Schon in den letzten Wochen ist der Druck auf rechte Infrastruktur gestiegen. 30 Aktivist*innen besuchten
zum Beispiel das Haus von Bärgida-Anmelder Karl Schmitt und informierten seine Nachbarschaft.

Seit einem Jahr gibt es jeden Montag engagierte Antifaschist*innen, die sich Bärgida entgegenstellen. Auch wegen dieser Gegenproteste nehmen bei Bärgida zuletzt nur noch um die hundert Rassist*innen teil. Am ersten Geburtstag von Bärgida gilt es diese Gegenproteste zu unterstützten, aber auch nachdem Geburtstag gilt es den Druck auf Bärgida weiter aufrechtzuerhalten. Das Ziel ist klar: Bärgida soll keinen zweiten Geburtstag erleben. 

Alle weiteren Informationen sind auf unseren Seiten zu finden. Kurzfristige Informationen erfolgen auf Twitter. Der Hashtag bleibt #NoBärgida.
 
Wie gehabt treffen wir uns 18:30 Uhr auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof Berlin.

Die Rufnummer für das Infotelefon ist 01573 7927804.

Dienstag, 5. Januar 2016

Ein Jahr „Bärgida“

Läuft nicht! Oder doch?

Es ist wieder Montag. Auf dem Vorplatz des Berliner Hauptbahnhofs haben sich wieder um die 150 „Bärgida“-Anhänger*innen versammelt, die nun in der Kälte stehen und mit Deutschlandfahne und Bier in der Hand islam- und ausländerfeindliche Reden anhören. Unter ihnen gewaltbereite Hooligans, AfD-Mitglieder und NPDler.  Abgeschirmt von einem beachtlichen Polizeiaufgebot stehen etwa 300 Antifaschist*innen und übertönen mit Musik, Trillerpfeifen und Sprechchören die rassistischen Redebeiträge. Alles beim Alten – leider.

Seit dem 5. Januar demonstriert der Berliner Pegida-Ableger „Bärgida“ jeden Montag. Anfangs stellten sich noch tausende Berliner*innen dem rassistischen Aufmarsch am Roten Rathaus entgegen und blockierten die Route erfolgreich. Mittlerweile finden nur noch wenige den Weg zu den Gegenprotesten.

Viele Menschen wollen die Demonstranten rund um Bärgida Anmelder Karl Schmitt (Die Freiheit) nicht so recht ernst nehmen, wenn sie jeden Montag erneut krude Thesen rund um die Themen Einwanderung, Flüchtlingspolitik und Finanzpolitik in die Welt setzen. So ist nicht selten die Rede von einer angeblich geplanten „Umvolkung“, einem beachtlichen Stundenlohn von 25€ pro Stunde für engagierte Gegendemonstrant*innen und natürlich die Behauptung, dass Deutschland kein souveränes Land sondern eine GmbH sei. Doch die Annahme es handle sich bei den Montagsprotestlern nur um einige verwirrte Mitbürger*innen offenbart sich schnell als Trugschluss, wenn man einen genaueren Blick auf die rassistische Bewegung wirft: Zwei Teilnehmer der Demo beleidigten eine Familie in der Ringbahn fremdenfeindlich und urinierten anschließend auf die Kinder. Aus den Reihen der gewaltbereiten Hooligans (ehem. B.D.H – Bündnis deutscher Hools), die jeden Montag auf den Bärgida-Demonstrationen laut auf sich aufmerksam machen, wurde eine Unterkunft für Geflüchtete in Berlin Marzahn-Hellersdorf mit brennenden Holzlatten angegriffen, Journalist*innen wurden mehrfach bedrängt und auch Reichsbürger Christoph Kastius, der zum gewaltsamen Umsturz Merkels aufrief, nahm mehrfach an der rassistischen Demonstration teil.

Die wöchentlichen Kundgebungen des Pegida-Ablegers bieten Rassist*innen einen Ort der Radikalisierung und Vernetzung und rechten Splittergruppen und Parteien eine Bühne, um ihren Rassismus in ganz Berlin verbreiten zu können. Obwohl Bärgida keine mediale Aufmerksamkeit mehr erhält, ist das Gefahrenpotential, das von der Demo ausgeht, nicht von der Hand zu weisen – nicht umsonst liegt Berlin weit vorne in der Landesstatistik rassistischer und fremdenfeindlicher Angriffe im Jahr 2014.

Gerade deshalb bleibt es für das Aktionsbündnis #NoBärgida, das sich aus verschiedenen Parteien, linken Gruppen und engagierten Privatpersonen zusammensetzt, unabdingbar sich Montag für Montag den „Wutbürgern Berlins“ entgegenzustellen. Das im Januar 2015 gegründete Bündnis setzt es sich zum Ziel die rassistische Hetze der Montagsdemonstrationen nicht unbeantwortet zu lassen.  Es engagieren sich zunehmend Schüler*innen, die gemeinsam mit dem Bündnis ein klares Zeichen gegen Rassismus jeder Art zu setzen. Für sie alle ist klar, dass Hilfesuchende ein Recht auf eine Perspektive haben und ein Miteinander nur solidarisch und geeint möglich ist.

Um dies zu erreichen, wird das Aktionsbündnis auch 2016 weiterhin auf den Straßen Berlins präsent sein. Denn ein Jahr Bärgida war vielen ein Jahr zu viel. Das Bündnis hofft weiterhin auf breite Gegenproteste, die den rassistischen Demonstrant*innen ihre Bühne streitig machen. Berlin soll weiterhin für alle Menschen lebenswert sein – ungeachtet ihrer Hautfarbe, Religion, Herkunft oder sexuellen Orientierung!

Samstag, 5. Dezember 2015

Mannheimer? Ist das nicht Stürzenberger?

Die Elite der Volkshetze

Am Montag, den 07.12.2015, wird Michael Mannheimer bei Bärgida sprechen. Noch bevor Bärgida einen Fuß auf die Straße setzte, war Mannheimer einer der großen Hetzer dieser Szene. Er hört auf den bürgerlichen Namen Karl-Michael Merkle und betätigt sich als Autor bei pi-news.

Bärgida hat nicht nur Verbindungen zu der AfD, NPD und Hooligans, mit der „Nachrichtenseite“ pi-news stehen sie in in Freundschaft und zeigen diese Zugehörigkeit durch Banner.

Michael Mannheimer - Karl-Michael Merkele
Quelle
Merkele soll in Verbindung stehen mit der Seite „Nürnberg 2.0“ und diese betreiben. Wir können nicht zulassen, dass solche Leute ungestört hetzen und rufen daher zum Protest auf.
Ob auch Mannheimer das Brandenburger Tor als Kulisse erhalten(13.07.2015) wird können wir nicht bestimmt sagen. Wir werden wie gehabt per Twitter informieren.

Ebenfalls wird Karl-Michael Merkle am Dienstag, den 08.12.2015, einen Vortrag halten. Auf der Webseite von Bärgida wurde es angekündigt.

Foto der Bärgida-Seite am 05.12.2015
Der Tagungsort wird nicht benannt.  Der Treffpunkt ist der U-Bahnhof Rathaus Reinickendorf(Ausgang Rathaus, U8) gegen 19:15 Uhr. 

Ein Herr Kroll soll, nach Angaben von Bärgida, den Weg weisen und die Anmeldungen werden  unter einer Mobilfunknummer angenommen.

Dienstag, 10. November 2015

Pressemitteilung 9.11.2015

Berlin - du hast versagt

Bevor Bärgida die Synagoge in der Rykestraße, Prenzlauer Berg, besuchte, hetzte die NPD vom Brandenburger Tor, Mitte, aus.

Die Anmeldung am Brandenburger Tor war uns bekannt, jedoch nicht der Veranstalter. Erst kurz zuvor haben wir erfahren, dass die NPD, mit zehn Personen, sich dort versammelte. In der Nähe des Holocaust-Mahnmals hetzte diese Partei, eingegittert und abgeschottet, in üblicher Manier. Eine Bekanntmachung im Vorfeld erfolgte nicht.

Bärgida zog kurz danach durch Mitte und dem Prenzlauer Berg, die Rykestraße entlang und an der größten Synagoge Deutschlands vorbei. Zerstört wurde die Synagoge damals nicht, jedoch geschändet und die Gemeindemitglieder nach Sachsenhausen deportiert.

In der Nähe der Synagoge, in der Kollwitzstraße, Ecke Knaackstraße, wurde eine Sitzblockade mit ca. 20 Personen sofort und ohne Auflösung geräumt. Den einmaligen Kommunikationsversuch, welcher in der Lautstärke gnadenlos unter ging, können wir nicht als Auflösung sehen. Bis zu einer Auflösung ist eine Sitzblockade eine Versammlung, welche geschützt ist. Zudem war die Räumung doppelt unzulässig, da ein Vorbeiführen der Bärgidademonstration möglich war. Wir werden diesen Sachverhalt rechtlich prüfen lassen.

Was die Stadt angetrieben hat diese Kundgebungen und Demonstrationen zu genehmigen ist schleierhaft. Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit ist es nicht akzeptabel, dass Hetze gegen Menschen und Ausgrenzung betrieben wird. In Erinnerung an den 9.11.1938 verurteilen wir die Stadt Berlin sowie den Senat für den 9.11.2015.








Sonntag, 8. November 2015

Erinnerungen

In der Nacht vom 09. zum 10. November begannen die Novemberprogrome. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e..V. organisiert, wie in der vergangenen Jahren, eine Demonstration mit anschließender Gedenkkundgebung.

Wenn wir auf den 17. August zurück blicken, bestätigt es unsere Entscheidung, gemeinsam mit dem VVN B.d.A zu demonstrieren. An diesem Tag spielte Bärgida das Lied der Deutschen am Deportationsdenkmal Putlitzbrücke und missachtete das Andenken an das größte Leid.

Wir akzeptieren es nicht, dass Mahnmale derart missbraucht werden und werden uns dem Gedenken anschließen. Unser Treffpunkt wird ein letztes Mal in der Stromstraße sein. Von dort aus schließen wir uns an die Demonstration an und gehen gemeinsam zu der Kundgebung.

Gedenken sind ein wichtiger Bestandteil. Vergessen werden darf es nie, daraus lernen und Konsequenzen zu ziehen wird zur Pflicht. Es darf nie wieder passieren, dass Menschen unserer Mitte entrissen, gefoltert und gemordet werden. Nationalismus, Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus sind noch heute Bestandteile der Gesellschaft, wogegen wir ankämpfen.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Samstag? Montag? Was denn nun?

Ob die kommenden Samstage, oder jeder Montag, wir zeigen Gesicht!

Dass die Verbindungen zwischen AfD und Bärgida bestehen, ist seit etlichen Monaten bekannt. Auch Verbindungen zu anderen Organisationen ist selbstredend gegeben.

So war es für uns nicht verwunderlich, dass viele Teilnehmer der Bärgidakundgebungen auch bei der AfD mitgelaufen waren. Es fühlte sich an wie Montags, denn auch die Bärgida war bereits bei der CDU Zentrale, und wie auch am Sonnabend, war von dieser nichts zu sehen.

Wir müssen entschlossener gegen Rassismus, Ausgrenzung und jede Art der Feindlichkeit vorgehen. Wir werden keine Besucherrekorde erzielen, jedoch halten wir es wie Jürgen Kasek mit der Aussage: „Es kommt daher nicht darauf an, mit wie vielen Menschen man gemeinsam demonstriert, es kommt darauf an, dass man zu jedem Zeitpunkt eine klare Haltung artikuliert.“

Somit treffen wir uns wie gehabt 18:00 Uhr in der Stromstraße (U-Bahnhof Turmstraße) und um 18:30 Uhr am Washingtonplatz (Hauptbahnhof). Wir freuen uns auf eure Beteiligung und werden per Twitter informieren. Der Hastag bleibt #NoBärgida.

Dienstag, 15. September 2015

Die schweigende SPD

Nachdem Karl Schmitt die Pläne für den Abend am Hauptbahnhof verkündete, zog Bärgida alsbald zum Willy-Brandt-Haus ab. Vom Anhalter S-Bahnhof zog der Zug zu der Zentrale der SPD.

Mit deutlich weniger Teilnehmern wurde ihnen der Weg frei gemacht. Sperrungen, auch Hinterhöfe, rund um den Anhalter S-Bahnhof bis zum Willy-Brandt-Haus machten es einfach für die rassistische und nationalistische Bewegung. Der Busverkehr wurde umgeleitet ohne Hinweise, Twittermeldungen informieren nicht jeden.

Direkt bei dem Haus hat sich die Gegenbewegung formiert und lautstark geäußert. Die Polizei filmte von allen Seiten, auch Kameras zum biometrischen Abgleich kamen zum Einsatz. Vereinzelt wurden Personen aus der Menschenmenge gegriffen.

Von der SPD stellte sich Niemand entgegen, ob es an den Grenzschließungen liegt, der Asylrechtsverschärfung , den Kriegseinsätzen oder dass Gabriel Rassist*innen weiterhin als besorgte Bürger sieht, können wir nicht bestimmt sagen. Eine Information im Vorfeld fand nicht statt, obwohl die Strecke angemeldet war. So stand Bärgida mit Mitgliedern der NPD und den pinkelnden Neonazis vor dem Haus und hetzte.

Mit dem Lied der Deutschen und der Umdichtung der Internationalen in die Nationale fand der Abend ein relativ frühes Ende. Die Raster blieben, so wurde einem unserer Anmelder, der sogleich Anwohner ist, untersagt die Strecke zu passieren. Andere Personen wurden hingegen durchgelassen, alles nachdem Bärgida längst im S-Bahnhof verschwunden war.

Fotos:  
https://www.flickr.com/photos/134852624@N04/sets/72157658230479479
Twitter:
https://twitter.com/hashtag/nob%C3%A4rgida?f=tweets&vertical=default&src=hash

Sonntag, 6. September 2015

Vom Norden in die Mitte


Wir akzeptieren weder Bärgida in Mitte, noch die NPD im Norden von Berlin. Ob Christian Schmidt oder Karl Schmitt, rassistische und nationalistische Inhalte sind keine Meinung, es bleibt ein Verbrechen.

Wer sich mit uns gegen Ausgrenzung und Rassismus stellen möchte, erhält hier eine Übersicht mit den Aktionen am Montag. Es darf nicht sein, dass Menschenverachtende Inhalte weiterhin Platz auf der Straße finden. Aussagen wie die von Benjamin S. zeigen deutlich, wie stark der Hass verwurzelt ist.

  1. 16:00 Uhr - S-Bahnhof Blankenburg
    Antifademo gegen die NPD Kundgebung Krugstege, Ecke Bahnhofsstraße
  2. 18:00 Uhr - Turmstraße, Ecke Wilsnacker Straße
    Neuer Treffpunkt, um das LaGeSo zu schützen.
  3. 18:30 Uhr - Washingtonplatz Hauptbahnhof
    Gegenüber von Bärgida
  4. 19:45 Uhr - Otto-Braun-Straße
    Demonstration von „Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland“
Neben den North-East Antifascists werden auch wir ab 16:00 Uhr vor Ort sein und per Twitter berichten. Der Hashtag wird #nobärgida sein, für Blankenburg werden wir blnblk verwenden.

Bild Michael Mager
Wie der Abend verläuft ist bisher unklar. Laut Auskunft der Polizei hat Bärgida die Strecke zum Brandenburger Tor angemeldet. Ob sie sich entscheiden mit „Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland“ zum Prenzlauer Berg fahren können wir nur abwarten. Je nachdem was sie tun, wir werden dran bleiben und berichten, und hoffen auf eine Wiederholung von letzter Woche.

Setzt mit uns mehr als ein Zeichen!

Dienstag, 1. September 2015

Bärgida? Läuft nicht!

Am vergangenen Montag, den 31.08.2015, hat Berlin gezeigt, dass Bärgida keinen Platz in Mitte hat. Nachdem diese die Kundgebung auf dem Washingtonplatz beendete, um an einem anderen Ort die Demonstration fortzuführen, hat der breite Gegenprotest jede Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt.

Die Endstation blieb der Bahnhof. Versuche mit der U55 zum Bundestag und Brandenburger Tor zu kommen, wurden erfolgreich verhindert. Im Zuge dessen wurde der Hauptbahnhof abgeriegelt und selbst Touristen und Reisenden der Zugang verweigert.

Wir fordern, dass diesen Märschen ein Ende gesetzt wird. Den Deckmantel der Meinungsfreiheit für rassistische und nationalistische Versammlungen zu nutzen, kann nicht akzeptiert werden. Es gibt keine besorgten Bürger*innen, vermeintlich verharmlosende Begriffe für Ausgrenzer*innen zu verwenden ändert nichts am Rassismus, der damit Normalisiert wird.

Wir bedanken uns bei allen, insbesondere den Fahrradfahrer*innen, die sich den Protesten angeschlossen haben. Wer Repressionen erlitten hat kann mit uns Kontakt aufnehmen oder sich an den EA in Berlin wenden.

Mittwoch, 26. August 2015

Kurzmitteilung zum 24.08.2015

Kurzüberblick

Die angemeldeten Demonstrationen scheinen noch immer Irritationen auszulösen. Diskussionen wegen den Punkten gab es an mehreren Stellen. Angefangen beim Hauptbahnhof bis zum Brandenburger Tor, die Teilnehmer nahmen sich die Orte.

Nachfragen, ob und wie Kundgebungen zusammengelegt werden sind überflüssig. Ständiges fragen lenkt ab und ist nicht zielführend. Da uns der Verlauf und die Handlungen unbekannt sind, halten wir uns sämtliche Möglichkeiten offen, wir bitten dies zu respektieren.

Während der Demonstration zum Brandenburger Tor wurden Teilnehmer gefilmt und Personenbeschreibungen durchgegeben. Dies wurde an verschiedenen Stellen an dem Abend gemacht, auch bei den Versammlungen außerhalb unserer Demonstrationen. Die Zugriffe erfolgten im Laufe des Abends. Teilweise bei der Abreise der Demonstrationsteilnehmer. Wer davon betroffen ist, kann sich gern bei uns melden.

Laut unseren Anmeldergesprächen wird Bärgida am kommenden Montag nur eine Kundgebung am Hauptbahnhof abhalten. Wir bleiben bei unseren Treffpunkten, Stromstraße 18:00 Uhr und Washingtonplatz 18:30 Uhr und stellen uns auf einen Abend ein, der Flexibilität und Reisebereitschaft erfordert.

Dienstag, 18. August 2015

Die Schande von Berlin

Rassistenaufmarsch vor dem LaGeSo und Deutschlandlied und Reichskriegsflagge am Deportationsdenkmal Putlitzbrücke



Wochenlange unhaltbare und menschenverachtende Zustände, geschaffen von den politisch und behördlich Verantwortlichen beherrschen die Schlagzeilen. Die gestern, von der Polizei zugelassene Provokation von Bärgida, welche als Folgeveranstaltung neben ihrer Anmeldung in Berlin-Mitte jeder Spontanität entbehrt, hätte verhindert werden können und müssen. Das Zulassen des Aufmarsches ist ein weiterer Schlag in das Gesicht der vielen Freiwilligen, welche das politische Versagen vor Ort ausbügeln, und jederzeit für die Betroffenen da sind.

Die anhaltende Desinformations- und Verhinderungstaktik, welche die Neonazi- und Rassistenaufmärsche gewährleistet hat, hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Dieser liegt in der gezielten Bedrohung der auch Nachts vor Ort wartenden Flüchtlinge, welche zum Teil auf der Straße schlafen. Allein den Menschen ist es zu verdanken, aller Irreführungsversuche zum Trotz, dass das LaGeSo gesichert wurde und dass Bärgida nirgends ungestört blieb.
Das Lächeln bedeutet uns viel! Danke!

Unerträglich und nicht hinnehmbar war die Abschlusskundgebung der Bärgida auf der Putlitzbrücke. „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt“, kann an fast keinem Ort provozierender und deplatzierter wirken als vor dem Deportationsdenkmal am Westhafen. Der Tod von Tausenden wurde, in Begleitung und Zustimmung der Berliner Polizei, mit Füßen getreten und die Erinnerung verspottet.

Die Anmeldungen in der Stromstraße und am Hauptbahnhof halten wir aufrecht und werden nicht mehr vorzeitig beendet. Wir müssen dem rassistischen Spuk ein Ende setzen und brauchen euch dazu. Folgt unseren Informationen auf der Webseite, Twitter oder über Facebook. Wir müssen einen öffentlichen Druck aufbauen, um den Schweigenden beziehungsweise unwilligen Regierenden und Behörden, etwas entgegen zu setzen.



Samstag, 15. August 2015

Wie ein Hotel die Versammlungen von Bärgida empfindet

Am vergangenen Montag, den 10. August 2015, hatte sich Bärgida zum zweiten Mal vor dem Novotel, Straße des 17. Juni, versammelt. Wir haben dies zum Anlass genommen und uns mit der Hoteldirektion in Verbindung gesetzt.

Bei der ersten Versammlung wurde das Hotel noch informiert, bei der zweiten Versammlung nicht mehr. Auf dem öffentlichen Raum, vor dem Novotel, verbreitete der AfD-Funktionär Heribert Eisenhardt seine kruden und fremdenfeindlichen Theorien.
„Wir nehmen die Wiederholung dieser Demonstration zum Anlass, um gemeinsam mit den vorgesetzten Stellen in unserem Unternehmen auf offiziellem Wege die Behörden anzusprechen, um zukünftige Genehmigungen von solchen Demonstrationen im öffentlichen Raum vor unserem Haus zu vermeiden.“
Das Hotel distanziert sich eindeutig und wird dafür kämpfen, dass solche Aufmärsche in Zukunft nicht mehr vor der Tür stattfinden und drücken es mit den folgenden Worten aus:
„Dies schadet auch unserem Image und der Willkommenskultur unserer Stadt.“
Wir schließen uns an, wobei es eine Schande ist, dass solche Versammlungen geduldet, sie sogar durchgesetzt und Gegenproteste massiv behindert werden. Wir rufen jedes Hotel, Restaurant oder öffentliche Einrichtung auf, sich gegen die rassistischen und nationalistischen Aufmärsche zu stellen! Wir selbst rufen erneut für unsere Treffpunkte auf und informieren per Twitter.
  • 18:00 Uhr Stromstraße, Ecke Alt-Moabit (U Turmstraße)
  • 18:30 Uhr Washingtonplatz, Hauptbahnhof
In diesem Zusammenhang wurde uns eine Nachricht zugespielt. Diese wurde von Karl Schmitt verfasst und weißt auf ein Treffen am Dienstag, den 18.08.2015, 19:00 Uhr hin. Wir bezweifeln, dass die Betreiber ihre Gäste vom kommenden Montag kennen. Es handelt sich um die Gaststätte MaeStral, Eichborndamm 236 in Berlin Reinickendorf. Dort sollen die vergangenen Demos ausgewertet und Vorschläge zu den Kommenden gesammelt werden. Ein weiterer Punkt ist die Vorstandswahl des BärGiDa e.V. (i.G.), welche am 15.09.2015 stattfinden soll.

Dienstag, 4. August 2015

Neue Bärgidastrategie stoppen!

Flexibel und spontan gegen Rassismus

In Zeiten, wo sich Angriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte häufen, Berlin auf dem zweiten Platz der Statistik der rechtsextremistischen Gewalttaten steht, werden Grundrechte anderer eingeschränkt.

Auch am gestrigen Montag gelang es unseren Gegenprotesten den Weg nach Moabit zu verhindern. Aus dem Grund ändern die Neonazis und Rassisten, Hand in Hand mit der Berliner Polizei, ihre Strategie und setzen zum dritten Mal auf geheim gehaltene Folgeveranstaltungen.

Die Auflagenbescheide für unseren Gegenprotest werden trotz langer Voranmeldung zu spät und unpräzise oder gar nicht mehr zugestellt. Auftakt- und Endpunkte werden willkürlich verändert, Proteste in Sicht- und Hörweite trotz Zusagen ausgeschlossen und die zeitnahe Nutzung von Rechtsmitteln verhindert.

Mit massiver Polizeipräsenz wird ein weiträumiges Podium für Bärgida geschaffen und Informationen an die Gegenproteste und Anwohner unterbunden. Wir rufen dazu auf, sich dieser veränderten, und durch die Polizei gestützten Strategie, zu stellen. Flexibilität und Spontanität sind die Mittel, um zu verhindern, dass in den kommenden Wochen die Neonazis und Rassisten vor deiner Tür stehen! Es darf nicht zur Normalität werden, dass fremdenfeindliche und rassistische Aufmärsche unterstützt werden. Das Umfeld von Bärgida ist und bleibt eine massive Gefahr für Menschenleben sowie dem solidarischen Zusammenleben ohne Ausgrenzungen.

Wir nehmen es nicht hin, dass diesen Aufmärschen diese Unterstützung geboten wird. Auch die Übernahme der Inhalte in die Regierungspolitik  akzeptieren wir nicht und werden es weiterhin aktiv bekämpfen. Folgt unseren aktuellen Twittermeldungen und schließt euch jeden Montag unseren Protesten an.

Ein Demobericht wird in Kürze folgen.

Sonntag, 2. August 2015

Der erste Montag im August

Acht Monate Bärgida brechen nun an, eindeutig acht Monate zu viel.

Wir starten in den neuen Monat so, wie wir den vergangenen beendet haben. Unsere Treffpunkte bleiben erhalten.

Den gesamten Monat werden wir die beiden Standorte halten. In Moabit ist es deswegen wichtig, damit wir Bärgida fern halten können. Aber auch der Hauptbahnhof ist zentral.



Morgen soll es heiß werden, achtet bitte auf ausreichend Wasser. Wer sich den Weg durch Moabit sparen möchte, ist am Washingtonplatz gern gesehen.
  • 18:00 Uhr - Stromstraße, Ecke Alt-Moabit
  • 18:30 Uhr - Washingtonplatz, Hauptbahnhof
Für den August haben wir Flyer erstellt. Diese könnt ihr hier runterladen, wir werden sie ab Morgen verteilen.
Zur allgemeinen Information dient unser Twitter-Account. Zu erreichen ist dieser unter https://twitter.com/nopegida_berlin. Als Hashtag werden wir #nobärgida #nobaergida und #b0308 nutzen. 

Einen weiteren Bericht nebst Informationen haben unsere Freunde von Berlin gegen Nazis geschrieben. Diesen könnt ihr hier finden und er fasst die letzten Wochen zusammen.

Wir sind viele!

Donnerstag, 30. Juli 2015

Wenn der Neonazi nicht mit dem Patrioten kann - oder der Hooligan keine Juden mag

Die Besonderheit des Berliner Pediga-Ablegers haben schon mehrere Medien beschrieben. Seit gut acht Monaten trottet die Truppe durch die Stadt. Nun haben auch die Hooligans um Enrico Schottstädt begriffen, dass es eine Jewgida gibt.

Bild des AnstoßesRene schimpft:Enrico sagt:

Er hat es erfasst! Clever!
Bilder anklicken, um sie in der Originalgröße zu sehen

Ob es an unserer Fahnenkunde liegt, die von dem Bärgida-Umfeld selbst genutzt wird, oder ob einer von denen nicht für das Vaterland angestoßen hat, können wir nicht bestimmt sagen. Wir gratulieren jedoch dazu, nach acht Monaten die Jewgida entdeckt zu haben. Oder erfahren zu haben, dass die Griechenlandfahne doch anders aussieht.




René Menzel, der die Seite der Bärgida-Supporters betreibt, bittet die anderen Jewgida zu „dulden“.  Von Respekt keine Rede, nur die Duldung wird zugeschrieben. Es ist interessant zu sehen, wie Bärgida miteinander umgeht.

Und untereinander stellt man sogar fest, dass Neonazis in der Truppe mitmischen. Auch diese Info haben wir euch schon mitgeteilt, sei es per Wort im Internet, oder von der anderen Seite.



Die anderen krallen sich an ihrem Nationalismus, der Rest lobt die „Linken“. Die kleine Welt der Patrioten, Nationalisten, Rassisten und Faschisten ist keine einfache. Wenn ihr etwas von uns lernen wollt, dann befasst euch mit der Menschlichkeit. Alles andere ist noch zu hoch, Empathie und Mitgefühl sollte machbar sein. Dabei handelt es sich um Gefühle, sowas wie Hass, nur entgegengesetzt.

Unser Popcorn ist nun alle, wir widmen uns nun wieder wichtigeren Dingen. Wir wissen, dass ihr alles tut, um nicht zu Dritt am Bahnhof zu stehen.

Die Unterhaltungen sind auf der Facebookseite von den „Supporters“ zu finden.

Dienstag, 28. Juli 2015

Demonstrationskultur, Gewalt abseits - ein Montag

Demonstrationskultur, Gewalt abseits - ein Montag
#NoBärgida #NoRacism



Unser Auftakt für die Gegenproteste blieb, wie schon die vergangenen Wochen in der Stromstraße, Ecke Alt-Moabit. Damit war durch die Route der Weg nach Moabit erneut versperrt. Trotz des schlechten Wetters schlossen sich über 100 Personen uns an. Auch am Hauptbahnhof versammelten sich mehr als 50 Personen, so dass es keine, von der Polizei ignorierten, Übergriffe gab.

Nachdem wir direkt zum Hauptbahnhof gelaufen waren, die Hooligans mit ihrer Aussprache glänzten, verabschiedete sich Bärgida. Gegen 19:30 Uhr lösten sie die Versammlung auf und fuhren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und einer Polizeieskorte zum Haus des Lehrers, in der Nähe vom Alexanderplatz. Wie in der vergangenen Woche wurde versucht uns weiß zu machen, dass es keine weiteren Anmeldungen gäbe. Die Ahnungslosigkeit der Polizei hat Bärgida, mit der Veröffentlichung ihres Videos, nun nachweislich widerlegt.

Foto: Malama Pono
Den Weg zum Brandenburger Tor haben wir uns gespart und folgten ihnen mit Polizeibegleitung. Verschiedene Gruppen und Personen wurden in der Nähe zu der neuen Bärgidakundgebung zusammen getrieben und teilweise eingekesselt. Die Anmeldung der Gegenproteste wurde auffällig verzögert und das Laufen auf der Straße untersagt, so konnte Bärgida ungestört loslaufen.

Die Zusage, parallel zu Bärgida zu laufen, um in Sicht- und Hörweite zu kommen, wurde auf dem Weg unter fadenscheinigen Begründungen ausgebremst. Ein Einholen wurde unterbunden und Diskussionen vor Ort mit der Polizei waren sinnlos. Nachdem das letzte Versprechen gebrochen wurde, zur Abschlusskundgebung die Hör- und Sichtweite ermöglicht zu bekommen, lösten wir die Versammlung auf. Der Protest wurde mehrere hundert Meter entfernt gestoppt, eingekreist und damit verhindert. Das Versammlungsrecht wurde erneut ad absurdum geführt, die Auflagen waren rechtswidrig und ohne Konsequenzen, da die Polizei ihre Macht ausnutzte. Mehr als 400 Meter entfernt stand Bärgida bei dem Gedenkstein, der an den Aufstand vom 17. Juni 1953 erinnert.

Foto: Malama Pono

Somit wurde, wie am vergangen Montag an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, dem Umfeld von Rassisten und Neonazis, eine Demonstration ermöglicht, ohne den sichtbaren Gegenprotest. Angebliche Unkenntnis der Polizei, welche eine Geheimhaltungs- und Verhinderungsstrategie ist, ist auszuschließen, da die Anmeldung von Bärgida gemäß dem Versammlungsgesetz mindestens 48 Stunden vorher angemeldet wurde.

Trotzdem und erst recht werden wir unsere Gegenproteste, in Moabit und am Hauptbahnhof, fortsetzen. Jedoch werden wir keine Anmeldungen bei Ortswechseln vornehmen, belügen lassen brauchen wir uns nicht von der Polizei. Wir spielen das Spiel mit dem Versammlungsrecht, was ausgelegt wird, wie es gerade passt, nicht mehr mit. Unsere Empfehlung ist das agieren kleiner Gruppen, welche selbstständig spontane und dezentrale Gegenproteste organisiert und durchführt und schnell untereinander kommuniziert werden.

Dass Bärgida eine Gefahr darstellt, wurde am Abend in der Nähe vom Ringcenter erneut bewiesen. Dort hat eine kleine Gruppe Antifaschist*innen die Hooligans beim Abzug überwacht, es gab keine Polizeibegleitung. Nachdem diese erkannt wurden, erfolgte ein unkoordinierter Angriff von den Hools, welcher dank Pfefferspray abgewehrt werden konnte. Diese verzogen sich in Richtung Tramhaltestelle und fuhren mit der M13 Richtung Weißensee. Die Polizei erschien, wie so oft, erst nachdem beide Gruppen sich trennten.

Foto: Michael Mager
Wir akzeptieren nicht und protestieren aufs Schärfste, dass Bärgida sich im Zusammenspiel mit der Polizei in der Stadt ausbreitet und die Hetze ungestört verbreitet. Brandanschläge, rechte An- und Übergriffe haben Berlin bundesweit auf die zweite Stelle gebracht. Die Unterstützung und Legitimierung der Berliner Polizei für Rassisten und Neonazis nehmen wir nicht hin, lehnen es ab und uns dagegen auf! Wir bleiben dabei, wir werden alles versuchen, was uns möglich ist, um es zu be- und verhindern.

Der Aufruf richtet sich an alle Berliner*Innen, wenn Bärgida in euren Kiez einmarschiert, dann informiert uns. Dazu haben wir unseren Twitteraccount reaktiviert und dieser ist erreichbar unter https://twitter.com/nopegida_berlin. Wir werden in Zukunft dieses Medium wieder nutzen, so dass der Informationsfluss sofort stattfinden kann. Als Hashtag werden wir #nobärgida #nobaergida und #bdatum nutzen.

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