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#NoBaergida ist ein loser Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die ein Zeichen gegen Rassismus in Berlin setzen.

Unsere Bärgida-Recherche ist hier zu finden.
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Freitag, 25. November 2016

Grußwort von Ulla Jelpke

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

es ist schon eine unappetitliche Truppe, die sich unter dem lächerlichen Namen Bärgida Montag für Montag zusammenrottet, um unter hasserfüllten Parolen um den Block zu ziehen. Strammrechte Rassisten und eifernde Islamhasser, gewalttätige Nazi-Hooligans und verwirrte Reichsbürger.

Dass sich Bärgida heute bereits zum 100. Mal versammelt, zeugt von einer nicht zu unterschätzenden Hartnäckigkeit dieser Leute. Doch positiv zu vermerken ist, dass dieser Kreis in den letzten zwei Jahren nicht gewachsen ist, im Gegenteil. Es ist ihnen zum Glück nicht gelungen, Zulauf aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft zu bekommen, obwohl bekanntlich gerade dort der Hass auf vermeintlich Fremde, auf Flüchtline und Muslime weiter zunimmt.

Es ist nur noch der harte Kern der Bärgida, der hier Woche für Woche unterwegs ist. Im Grunde genommen haben wir es hier mit einer Art wanderndem Freiluft-Stammtisch zu tun, vorurteilsgeladen und hasserfüllt gegen alle, die nicht in ihr dumpfes Weltbild passen. Aber sie ist gefährlicher, als eine Stammtischrunde im dunklen Hinterzimmer, weil sie mit ihren Parolen an die Öffentlichkeit gehen, weil sie das gesellschaftliche Klima verpesten, weil sie das friedliche Zusammenleben stören, weil sie mit ihren unheimlichen Auftritten Migranten und Flüchtlinge einschüchtern.

Darum ist es richtig und wichtig, dass wir Bärgida weiter Paroli bieten – argumentativ aber eben auch auf der Straße. Denn wir müssen gerade gegenüber den Bevölkerungsgruppen, auf die Bärgida und Konsorten ihren Hass lenken deutlich machen: In Berlin ist kein Platz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für Islamhass und Antisemitismus.

Ein bloßes Kontra reicht aber nicht. Denn das Aufkommen von rassistischen und rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien, von Pegida und AfD in Deutschland, Trump in den USA und Le Pen in Frankreich ist auch eine Folge einer unsozialen Politik der Regierenden. Millionen Menschen werden in Perspektivlosigkeit und Angst vor dem sozialen Absturz gestürzt oder sie sind schon mit Hartz IV zu Armut per Gesetz verpflichtet. Als Linke müssen wir hier Klartext sprechen. Wir müssen den Kapitalismus und die neoliberale Politik als Ursache, die großen Banken und Konzerne als Nutznießer der Krise benennen. Und wo von der Bundesregierung bis zu Bärgida Flüchtline, Migranten oder die angeblich faulen Griechen als Sündenböcke präsentiert werden, müssen wir solidarische Alternativen jenseits des kapitalistischen Wolfsprinzips aufzeigen.

Denn Antirassismus und das Eintreten für soziale Gerechtigkeit müssen immer zusammengehen.

Ich wünsche euch – und uns allen – weiterhin viel Kraft und Mut im Kampf gegen Rassisten und Neonazis und für eine solidarische Gesellschaft!

Mit freundlichen Grüßen,
Ulla Jelpke,

Mitglied des deutschen Bundestags

Brief Seite 1
Brief Seite 2


Mittwoch, 23. November 2016

Pressemitteilung zu der Großdemonstration am 26.11.2016



Das Aktionsbündnis #NoBärgida organisiert am 26.11. eine große antirassistische Demonstration durch Mitte und Moabit unter dem Motto „Stand up - Speak up. Gegen rassistische Hetze und Fremdenfeindlichkeit“. Anlass ist das 100. Jubiläum des Berliner Pegida-Ableger Bärgida. Die Demo startet um 12 Uhr in der Kruppstr. 16 in Berlin-Moabit.

Wir protestieren seit fast zwei Jahren gegen die menschenverachtende Hetze von Bärgida. Jeden Montag bringen wir den antirassistischen Gegenprotest auf die Straße. Zu diesem unrühmlichen Jubiläum haben wir Betroffene von Rassismus eingeladen, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Die Demo wird ebenfalls von verschiedenen Künstler*innen mit musikalisch begleiteten politischen Gedichten unterstützt. Nachdem sowohl der „Merkel muss weg“-Demonstrationen als auch Bärgida durch das Jüdische Viertel zogen, werden wir auf unserer Route den Opfern des Nationalsozialismus gedenken und mahnen.

#NoBärgida im Sommer
Die Versammlungsbehörde hat unsere Demonstration unterbrochen. Vom S-Bahnhof Bellevue bis zum Hauptbahnhof müssen unsere Teilnehmer selbstständig und ohne Schutz der Polizei kommen. Ein Aufeinandertreffen beider Parteien wird billigend in Kauf genommen, da sich die Demonstrationszüge auf einer Strecke überschneiden würden, obwohl diese zeitlich nicht in Berührung kommen.

Zum 100. Jubiläum von Bärgida werden  Rassist*innen, Neonazis und Reichsbürger*innen aus ganz Deutschland erwartet. Bärgida ist durch ihre montäglichen Aufmärsche mit der AfD, NPD, dem Veranstalter der „Merkel muss weg“-Demonstrationen, dem Bündnis deutscher Hooligans (B.d.H, enstanden durch HoGeSa), der Identitäten Bewegung sowie mit der Reichbürgerbewegung vernetzt. Diese besuchen regelmäßig ihre Aufmärsche. Ebenso bestehen Kontakte zum Potsdamer Pegida-Ableger „Pogida“ und dem Dresdener Original, sowie zu tschechischen Neonazis. Daher ist mit einer Teilnehmerzahl im mittleren dreistelligen Bereich zu rechnen.
Die Pressesprecherin des Aktionsbündnis #NoBärgida, Delaila Dellington, sagt dazu: „Dass es zu diesem 100. Jubiläum kommen konnte, ist ein Ausdruck des Rechtsruck in Deutschland. Es ist nötig dem die Solidarität mit allen Betroffenen entgegenzusetzen.“

Bärgida und #NoBärgida
Das Aktionsbündnis #NoBärgida gründete sich Anfang 2015 und ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich antirassistisch und antifaschistisch engagieren.  In Zeiten, in denen Rassismus und Menschenverachtung wieder stark zunehmen, halten wir es für unerlässlich, präsent zu sein und zu zeigen, dass es Menschen gibt, die es nicht ertragen können, wenn wieder regelmäßig Neonazis durch Berlin laufen. Diese Gedanken vereinen uns und alle, die mit uns auf die Straße gehen. Unser Bündnis setzt sich für ein solidarisches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen in Berlin ein, unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensweise oder sozialem Status. Dies ist nur möglich, wenn Rassismus, soziale Ausgrenzung, sowie Hetze gegen alle, die nicht in das verschobene Weltbild der Neonazis passen, keinen Nährboden mehr finden.

Unterstützt wird die Demonstration von: Antifaschistischer Schwarz-Roter Aufbau, Demokratie in der Mitte, DGB, Die Linke, GEW, Moabit hilft, SPD Mitte, Ulla Jepke MdB, Uffmucken, ver.di und der Volkssolidarität Landesverband Berlin. 

Montag, 21. November 2016

Letzte Infoveranstaltung zur NoBärgida-Demo am 26.11.2016

Unsere letzte Infoveranstaltung zu der Demo am Samstag,

findet erneut in der Kulturfabrik, Lehrter Straße 35, in Moabit statt. Am 26. November will Bärgida ab 14.00 Uhr zum 100. Mal durch Berlin marschieren. 

Deshalb organisieren wir, das Aktionsbündnis #NoBärgida, eine Gegendemo. Da uns aber die Versammlungsbehörde massive Steine in den Weg legt und am späten Nachmittag die Silvio-Meier-Demo stattfindet, möchten wir euch mit den notwendigen Infos rund um den Bärgidaaufmarsch und die Gegenproteste versorgen, damit wir gemeinsam den Nazis das Jubiläum maximal versauen!


Die Infoveranstaltung gliedert sich in zwei Teile. In der ersten Stunde wird es einen Recherche-Überblick und Vortrag zur Entwicklung von Bärgida und des Gegenprotestes geben. Ab 20.00 Uhr geht es dann konkret um den 26.11.2016, unsere Demo, weitere Kundgebungen und andere Gegenproteste.


Im Anschluss können wir uns noch im KUFA Café persönlich austauschen.


Wir behalten uns jedoch vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu unseren Veranstaltungen zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
 



Mittwoch, 9. November 2016

Stand up - Speak up – NoBärgida

Gegen rechte Hetze und Fremdenfeindlichkeit

Unter diesem Motto organisiert das Aktionsbündnis #NoBärgida am 26.11. eine große antirassistische Demo mit Konzert durch Moabit und Mitte.

Anlass dafür ist das „100. Jubiläum“ von Bärgida, welches wir nicht unkommentiert lassen werden. Bärgida verschiebt hierfür ihren montäglichen „Abendspaziergang“ auf einen Samstag. Damit möchten sie anderen Rassist*innen, Reichbürger*innen und Faschist*innen aus ganz Deutschland die Möglichkeit geben nach Berlin zu reisen. Es bestehen insbesondere gute Kontakte zur rassistischen „Pogida“ in Potsdam. Auch andere Neonazis aus Berlin werden dieses Angebot nutzen, da am Abend die jährliche Silvio-Meier-Demo in Berlin stattfindet. Für uns ist das nur ein Grund mehr unseren Protest auszuweiten und ihnen dieses „Jubiläum“ zu vermiesen! Wir wollen damit an die erfolgreichen Proteste gegen den ersten „Abendspaziergang“ von Bärgida am Roten Rathaus Januar 2015 anknüpfen.

Nach einem Aufruf durch das „Bündnis gegen Rassismus“, im Januar 2015, gründete sich unser Aktionsbündnis #NoBärgida. Wir organisieren den wöchentlichen Gegenprotest in Form von Kundgebungen und Demonstrationen und unterstützen andere antirassistische und antifaschistische Veranstaltungen in Berlin. Unser Bündnis setzt sich aus verschiedenen Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen zusammen. Dabei wird unser Protest durch einen Querschnitt von Anwohner*innen, Antifaschist*innen und demokratischen Parteien unterstützt, wobei wir als Bündnis parteiunabhängig sind und allen Antirassist*innen und Antifaschist*innen solidarisch begegnen. Wir verstehen uns als ein zivilgesellschaftlichen Bündnis, welches allen Menschen eine
Plattform für ihren Protest bietet.

Seit fast 2 Jahren gehen wir gegen die Rassist*innen und Faschist*innen von Bärgida auf die Straße. In Zeiten, in denen Rassismus und Menschenverachtung wieder stark zunehmen, halten wir es für unerlässlich präsent zu sein und um zu zeigen, dass es Menschen gibt, die es nicht ertragen können, wenn wieder regelmäßig Neonazis durch Berlin laufen. Diese Gedanken vereinen uns und alle, die mit uns auf die Straße gehen. Unser Bündnis setzt sich für ein solidarisches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen in Berlin ein, unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensweise oder sozialen Status. Dies ist nur möglich, wenn Rassismus, soziale Ausgrenzung, sowie Hetze gegen alle, die nicht in das verschobene Weltbild der Neonazis passen, keinen Nährboden mehr finden.


Wer oder was ist Bärgida?

Bärgida ist der Berliner Ableger von Pegida. Hier sammeln sich Menschen aus den verschiedensten rechten Strömungen. Ihre Themen reichen von „Genderwahn“ über Asylpolitik bis zu CETA & TTIP. Die Akteure von Bärgida sind in der Bürgerbewegung pro Deutschland verankert.

Zu den aktiven Mitgliedern von Bärgida gehört Heribert Eisenhardt. Der Lichtenberger AfD-Politiker übernahm in der Vergangenheit die Aufgabe des Pressesprechers und hält regelmäßig rassistische Reden auf den „Abendspaziergängen“. Schon seit geraumer Zeit läuft gegen ihn ein Parteiausschlussverfahren, was sich nicht nur mit seiner Aktivität bei Bärgida begründet. Im April 2016 nahm er an einem gemeinsamen Aufmarsch mit der NPD teil.

Diese schickt auch zu Bärgida regelmäßig prominente Vertreter, wie den ehemaligen NPD-Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke, oder den selbsternannten Anti-Antifa-Fotograf und NPD-Spitzenkandidat für Friedrichshain-Kreuzberg Stephan Böhlke.

Zu den weiteren regelmäßigen Gästen von Bärgida zählt die „Identitäre Bewegung“. Diese versucht in Berlin immer wieder durch heimliche Aktionen, wie die Besetzung der SPD-Zentrale oder die Besteigung des Brandenburger Tors, auf sich aufmerksam zu machen. Sie vertreten einen völkischen Rassismus und fantasieren vom „großen Austausch“. Was sie unter Anderem dazu bewegt in ganz Deutschland Theaterstücken von Geflüchteten gewaltsam zu stören.

Eine weitere Strömung sind die sogenannten Reichsbürger*innen. Sie machten in der letzten Zeit vor allem mit Gewalttaten gegen Polizeikräfte und Geflüchtete auf sich aufmerksam. Bei Bärgida scheinen sie jedoch auf ein interessiertes Publikum zu stoßen, welches ihren Verschwörungsfantasien lauscht und auch zu entsprechend beworbenen Informationsveranstaltungen erscheint.

Nicht zu vergessen ist auch der gewalttätige und alkoholisierte Mob von Bärgida. Sie nennen sich selbst „Bündnis Deutscher Hooligans (BDH)“ und entstanden im Zuge der bundesweiten HoGeSa-Aktivitäten. Führende Mitglieder dieser Gruppe versuchten im August 2015 mit brennenden Holzlatten auf das Gelände einer Unterkunft für Geflüchtete in Marzahn zu gelangen. Vermutlich kam es nur durch ihre frühzeitige Entdeckung nicht zum einem verheerenden Brand, der lebensgefährlich für die Bewohner*innen gewesen wäre. Zu ihren Sympathisant*innen gehört auch der mittlerweile verurteilte „S-Bahn-Pinkler“ Christoph S. Er urinierte nur 2 Tage nach dem versuchten Brandanschlag auf nicht-deutsche Kinder in der S-Bahn, nachdem er und sein Kumpel diese rassistisch beschimpft haben. Beide waren mehrfach Teilnehmer bei Bärgida.

Diese Beispiele zeigen, dass die stetige Verfestigung von Rassismus, Nationalismus und Hass auf den wöchentlichen „Abendspaziergängen“ eine große Gefahr darstellt. Den Worten folgen auch Taten und treffen kann es alle, die nicht dem propagiertem Bild vom „deutschen Volk“ entsprechen.

Wir sagen: „Es gibt nichts zu feiern! Stand Up - Speak UP, gegen rassistische Hetze und Fremdenfeindlichkeit!“.Lasst uns Bärgida an diesem Tag zusammen lautstark und entschlossen zeigen, dass sie in Berlin nicht willkommen sind - ob auf unserer Demo, bei den Kundgebung oder mit anderen Protestformen.

Wir sehen uns am 26.11.2016 auf der Straße!

Samstag, 10. September 2016

Bärgida und die 88

Es gibt Zahlenkombinationen, da wird sogar der stammste (Neo-)Nazi plötzlich ganz unruhig, sein rechter Arm reckt sich fast von allein in die Höhe. Auch Bärgida erfreute sich an der Nummer 88 des letzten „Spazierganges“ und wollte diesen Tag mit einer „besonderen“ Route küren.
Erneut sollte es zu der Amadeu Antonio Stiftung gehen. Wir haben uns kurzerhand dazu entschlossen, es nicht ein zweites Mal zuzulassen und haben die Trümmertruppe aufgehalten. Die Kreuzung Friedrichsstraße, Ecke Torstraße war unser Punkt der Blockade. Mit vielen Menschen konnten wir unser Vorhaben umsetzen, wir danken dafür!
Bärgida beendete die Kundgebung am Hauptbahnhof und wir feierten. Wir werden alles daran setzen um die Ansammlung von Rassisten, Nationalisten, Hooligans und Rechtsextremen aufhalten zu können. Am Montag können wir uns erneut beweisen. Schließt euch an, gemeinsam ist vieles möglich!

Montag, 29. August 2016

Als ob es etwas Neues wäre

Was haben wir schon alles geschrieben, hingewiesen und aufgerufen? Bärgida an der Putlitzbrücke, Botschaften, Parteien und am LaGeSo. Die Auswahl der Orte provoziert schon lange, unsere Fassungslosigkeit und auch Tränen versiegten, von vielen ungeachtet und nicht beachtet.

Wir begrüßen Aufrufe von Menschen und Parteien, was wir jedoch nicht gutheißen können ist die vergangene Zeit. Wir wollen und wir werden diese Provokationen nicht vergessen und  rufen dazu auf, dass auch ihr diese nicht vergesst.

Es freut uns, wenn sich heute viele an den Gegenaktionen beteiligen werden, sich mit der Amadeu Antonio Stiftung solidarisieren und so für die Arbeit danken, auch wir tun dies. Jedoch denkt auch an die Menschen auf der Flucht am LaGeSo, an unsere Tränen bei dem Lied der Deutschen auf der Putlitzbrücke, bei all den Orten, wo es in unserem Herzen brannte.

Bis später, 18:30 Uhr Washingtonplatz und per Twitter.

Samstag, 6. Februar 2016

Aufruf für den 06.02.2016

Für den 6.2.2016 hat Pegida zu einem europaweiten Aktionstag der Nationalisten unter dem Motto „Festung Europa“ aufgerufen.

In ihrem Mobilisierungsvideo spricht Tatjana Festerling über die „skrupellosen, verrohten  muslimischen Männer“ mit denen die Geflüchtetenunterkünfte vollgestopft seien. Auch in Berlin hat der hiesige Pegida-Ableger Bärgida zu einer Veranstaltung am Hauptbahnhof mit anschließender Demonstration zum Platz des 18. März am Brandenburger Tor aufgerufen, ausgerechnet zu dem Ort an dem in den vergangenen Tagen Kurden einen Hungerstreik durchgeführt haben. An dem Ort, an dem Menschen für Freiheit und Demokratie gelitten haben, wollen nun rassistische Hetzer wie Karl Schmidt oder Manfred Rouhs ihre unsägliche Ideologie verbreiten.

Aktionskarte 06.02.2016
Schon schlimm genug, dass in Berlin mittlerweile 57 „Abendspaziergänge“ dieser „besorgten“ Bürger stattfinden konnten, durchgesetzt und gedeckt von massiver Polizeipräsenz, auch in Potsdam konnte dieser unsägliche Haufen inzwischen Fuß fassen. In der Presseerklärung zum 57. „Abendspaziergang“ vom 1. Februar 2016  wiederholt Bärgida die inzwischen längt widerlegte Behauptung, dass die 13 jährige L. von Arabern entführt und vergewaltigt worden sein. Bärgida war es auch, die zusammen mit dem „Internationalen Konvent der Russlanddeutschen“ zu einer Demonstration am 23.1.2016 vor dem Kanzleramt zu diesem Thema aufrief. Eine weitere Veranstaltung ist für den 24.2.2016 geplant. Bärgida versucht, in Berlin die Deutungshoheit zum Thema Zuwanderung zu erlangen.

Dies können und werden wir nicht zulassen. Wir rufen daher alle Antifaschistinnen und Antifaschisten in Berlin und Umgebung auf, am Samstag um 13:30 Uhr gemeinsam mit uns zum Hauptbahnhof zu kommen. Im Anschluss an die Kundgebung dort werden wir durch Mitte zum Brandenburger Tor laufen. Danach statten wir der #Rigaer einen Besuch ab!

Montag, 11. Januar 2016

Zusammenfassung zu Potsdam

Eine kurze Zusammenfassung zu Potsdam

Bärgida wird unter Umständen nach ihrer Kundgebung und oder Demonstration nach Potsdam fahren. Die möglichen Zugverbindungen vom Hauptbahnhof sind der RE1, welcher 19:41 Uhr ab Gleis 14 fährt oder die S7 mit verschiedenen Abfahrtzeiten, Gleis 16.

Angemeldete Kundgebungen in Potsdam sind:
  • Lui­sen­platz | 18:30 Uhr | Kund­ge­bung „Refu­gees Wel­come„
  • Alter Markt | 18:30 Uhr | Kund­ge­bung „Pots­dam bekennt Farbe„
  • Bas­sin­platz | 18:30 Uhr | Breakdance-OpenAir „Block(t)-Party“

Der Twitteraccount für Potsdam ist @TickerPotsdam. Wir stehen mit Potsdam in Kontakt und werden uns austauchen und ebenfalls mit unserem Account informieren. Der Aufruf und alle weiteren Informationen sind hier zu finden.

...Der Übersicht halber haben wir eine Karte mit den Kundgebungen erstellt. Der Download für die .pdf-Datei ist hier zu finden.

Ebenfalls möchte BraMM in Strausberg Hetze verbreiten. Das Stausberger Bündnis für Menschlichkeit hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen und informiert via Facebook.

Samstag, 9. Januar 2016

Ein Jahr Bärgida?

Es reicht!

Die Bärgida-Aufmärsche am Montag sind die letzten rassistischen
Dauerdemonstrationen in Berlin. Sorgen wir dafür, dass 2016 damit
endlich Schluss ist.

Am ersten Geburtstag von Bärgida gibt es eine große Gegendemo, danach soll Bärgida kreativ gestört werden. Schon in den letzten Wochen ist der Druck auf rechte Infrastruktur gestiegen. 30 Aktivist*innen besuchten
zum Beispiel das Haus von Bärgida-Anmelder Karl Schmitt und informierten seine Nachbarschaft.

Seit einem Jahr gibt es jeden Montag engagierte Antifaschist*innen, die sich Bärgida entgegenstellen. Auch wegen dieser Gegenproteste nehmen bei Bärgida zuletzt nur noch um die hundert Rassist*innen teil. Am ersten Geburtstag von Bärgida gilt es diese Gegenproteste zu unterstützten, aber auch nachdem Geburtstag gilt es den Druck auf Bärgida weiter aufrechtzuerhalten. Das Ziel ist klar: Bärgida soll keinen zweiten Geburtstag erleben. 

Alle weiteren Informationen sind auf unseren Seiten zu finden. Kurzfristige Informationen erfolgen auf Twitter. Der Hashtag bleibt #NoBärgida.
 
Wie gehabt treffen wir uns 18:30 Uhr auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof Berlin.

Die Rufnummer für das Infotelefon ist 01573 7927804.

Dienstag, 5. Januar 2016

Ein Jahr „Bärgida“

Läuft nicht! Oder doch?

Es ist wieder Montag. Auf dem Vorplatz des Berliner Hauptbahnhofs haben sich wieder um die 150 „Bärgida“-Anhänger*innen versammelt, die nun in der Kälte stehen und mit Deutschlandfahne und Bier in der Hand islam- und ausländerfeindliche Reden anhören. Unter ihnen gewaltbereite Hooligans, AfD-Mitglieder und NPDler.  Abgeschirmt von einem beachtlichen Polizeiaufgebot stehen etwa 300 Antifaschist*innen und übertönen mit Musik, Trillerpfeifen und Sprechchören die rassistischen Redebeiträge. Alles beim Alten – leider.

Seit dem 5. Januar demonstriert der Berliner Pegida-Ableger „Bärgida“ jeden Montag. Anfangs stellten sich noch tausende Berliner*innen dem rassistischen Aufmarsch am Roten Rathaus entgegen und blockierten die Route erfolgreich. Mittlerweile finden nur noch wenige den Weg zu den Gegenprotesten.

Viele Menschen wollen die Demonstranten rund um Bärgida Anmelder Karl Schmitt (Die Freiheit) nicht so recht ernst nehmen, wenn sie jeden Montag erneut krude Thesen rund um die Themen Einwanderung, Flüchtlingspolitik und Finanzpolitik in die Welt setzen. So ist nicht selten die Rede von einer angeblich geplanten „Umvolkung“, einem beachtlichen Stundenlohn von 25€ pro Stunde für engagierte Gegendemonstrant*innen und natürlich die Behauptung, dass Deutschland kein souveränes Land sondern eine GmbH sei. Doch die Annahme es handle sich bei den Montagsprotestlern nur um einige verwirrte Mitbürger*innen offenbart sich schnell als Trugschluss, wenn man einen genaueren Blick auf die rassistische Bewegung wirft: Zwei Teilnehmer der Demo beleidigten eine Familie in der Ringbahn fremdenfeindlich und urinierten anschließend auf die Kinder. Aus den Reihen der gewaltbereiten Hooligans (ehem. B.D.H – Bündnis deutscher Hools), die jeden Montag auf den Bärgida-Demonstrationen laut auf sich aufmerksam machen, wurde eine Unterkunft für Geflüchtete in Berlin Marzahn-Hellersdorf mit brennenden Holzlatten angegriffen, Journalist*innen wurden mehrfach bedrängt und auch Reichsbürger Christoph Kastius, der zum gewaltsamen Umsturz Merkels aufrief, nahm mehrfach an der rassistischen Demonstration teil.

Die wöchentlichen Kundgebungen des Pegida-Ablegers bieten Rassist*innen einen Ort der Radikalisierung und Vernetzung und rechten Splittergruppen und Parteien eine Bühne, um ihren Rassismus in ganz Berlin verbreiten zu können. Obwohl Bärgida keine mediale Aufmerksamkeit mehr erhält, ist das Gefahrenpotential, das von der Demo ausgeht, nicht von der Hand zu weisen – nicht umsonst liegt Berlin weit vorne in der Landesstatistik rassistischer und fremdenfeindlicher Angriffe im Jahr 2014.

Gerade deshalb bleibt es für das Aktionsbündnis #NoBärgida, das sich aus verschiedenen Parteien, linken Gruppen und engagierten Privatpersonen zusammensetzt, unabdingbar sich Montag für Montag den „Wutbürgern Berlins“ entgegenzustellen. Das im Januar 2015 gegründete Bündnis setzt es sich zum Ziel die rassistische Hetze der Montagsdemonstrationen nicht unbeantwortet zu lassen.  Es engagieren sich zunehmend Schüler*innen, die gemeinsam mit dem Bündnis ein klares Zeichen gegen Rassismus jeder Art zu setzen. Für sie alle ist klar, dass Hilfesuchende ein Recht auf eine Perspektive haben und ein Miteinander nur solidarisch und geeint möglich ist.

Um dies zu erreichen, wird das Aktionsbündnis auch 2016 weiterhin auf den Straßen Berlins präsent sein. Denn ein Jahr Bärgida war vielen ein Jahr zu viel. Das Bündnis hofft weiterhin auf breite Gegenproteste, die den rassistischen Demonstrant*innen ihre Bühne streitig machen. Berlin soll weiterhin für alle Menschen lebenswert sein – ungeachtet ihrer Hautfarbe, Religion, Herkunft oder sexuellen Orientierung!

Donnerstag, 31. Dezember 2015

2015 und wir

Der letzte Tag im Jahr wird langsam dunkel.
Wir werden nicht stundenlang über unsere Demonstrationen berichten, jedoch wollen wir unseren Dank an alle senden, welche bei uns mitgewirkt und zu unseren Veranstaltungen gekommen waren.

Wir haben viel gelernt und viele von euch kennengelernt. Auch wenn wir uns alle nicht persönlich kennen, so kennen wir die Gesichter, denen wir hiermit einen Dank aussprechen wollen. Auf der Straße oder im Twitter.

Der Ausblick auf das kommende Jahr bringt uns bald unseren eigenen Geburtstag. Im Gegensatz zu den rechten Bewegungen hat sich bei uns selbst eine Freundschaft entwickelt, persönliche Kontakte die zu Freundschaften wurden, ein wirkliches wir. Unseren eigenen Geburtstag werden wir am 11.01.2016 feiern mit verschiedenen Gruppen aus Berlin, die sich mehr und mehr einbringen wofür wir ebenfalls danken.

Wo auch immer ihr in das neue Jahr kommt, haltet inne und sammelt Kraft für das Neue. Wir werden weiter machen und hoffen, dass ihr uns folgt.

Freitag, 30. Oktober 2015

AfD, NPD und Bärgida - Warmlaufen und warm bleiben

Die AfD wird am Samstag in Mitte ihr Unwesen treiben, am Montag folgt die NPD neben Bärgida im Randbezirk.

Für den 31.10. hat die AfD ein altersgerechtes Warmlaufen am Alex angemeldet. Auch wir werden vor Ort sein und die Gegenproteste begleiten. Unser Treffpunkt ist:
  • Neptunbrunnen; 15:00 Uhr
Weiter geht es am Montag. Uffmucken ruft zu den Gegenprotesten zur NPD auf. Auf ihrer Webseite sind alle Informationen zu finden. In Absprache mit unseren Teilnehmern haben wir uns dazu entschlossen keinen weiteren Anreisepunkt zu machen. Eine Aktionskarte mit allen Punkten ist soeben von Berlin gegen Nazis erschienen.
  • Groß-Berliner Damm, Ecke Sterndamm; 18:00 Uhr
    Vortreffpunkte:
    • 17:30 Uhr S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagstraße)
    • 17:30 Uhr S- und U-Bahnhof Neukölln (Bahnhofsvorplatz)
Auch wenn wir Aufrufe von anderen unterstützen und vor Ort sind, vergessen wir unsere eigenen Demonstrationen nicht. Berlin gegen Nazis hat heute informiert, dass es Nahe liegt, dass Bärgida nach Marzahn möchte. Somit steht am Montag die Frage ob es Nordosten(Marzahn) oder Südosten(Johannisthal) sein soll.
  • Stromstraße, Ecke Alt-Moabit; 18:00 Uhr
  • Washingtonplatz, Hauptbahnhof 18:30 Uhr
Wie immer informieren wir per Twitter und freuen uns, egal wo, auf eine rege Beteiligung. Bitte achtet am Montag auf die Hashtags, da wir gleichzeitig von zwei Orten zwitschern. Samstag ist der gemeinsame „StoppAfD“.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Samstag? Montag? Was denn nun?

Ob die kommenden Samstage, oder jeder Montag, wir zeigen Gesicht!

Dass die Verbindungen zwischen AfD und Bärgida bestehen, ist seit etlichen Monaten bekannt. Auch Verbindungen zu anderen Organisationen ist selbstredend gegeben.

So war es für uns nicht verwunderlich, dass viele Teilnehmer der Bärgidakundgebungen auch bei der AfD mitgelaufen waren. Es fühlte sich an wie Montags, denn auch die Bärgida war bereits bei der CDU Zentrale, und wie auch am Sonnabend, war von dieser nichts zu sehen.

Wir müssen entschlossener gegen Rassismus, Ausgrenzung und jede Art der Feindlichkeit vorgehen. Wir werden keine Besucherrekorde erzielen, jedoch halten wir es wie Jürgen Kasek mit der Aussage: „Es kommt daher nicht darauf an, mit wie vielen Menschen man gemeinsam demonstriert, es kommt darauf an, dass man zu jedem Zeitpunkt eine klare Haltung artikuliert.“

Somit treffen wir uns wie gehabt 18:00 Uhr in der Stromstraße (U-Bahnhof Turmstraße) und um 18:30 Uhr am Washingtonplatz (Hauptbahnhof). Wir freuen uns auf eure Beteiligung und werden per Twitter informieren. Der Hastag bleibt #NoBärgida.

Dienstag, 22. September 2015

„Weil ich das sage!“

Montags, Hauptbahnhof, Mitte von Berlin. Seit Monaten das gleiche Schauspiel. Nationalisten*innen, Rassisten*innen und weitere Ausgrenzer*innen versammeln sich auf dem Washingtonplatz, auf der rechten Seite, wenn Mensch den Hauptbahnhof verlässt.

Diese Ansammlung von Hetzern*innen besuchte in der vergangenen Woche die SPD, gestern die CDU, um vor dem Haus von Sozialismus, der neuen Weltordnung, dem IS - der nach Deutschland soll und genetisch verändertes Fleich aus den USA, zu reden. Reden? Krude Theorien fernab des gebildeten Verstandes.

Ob in der kommenden Woche die Grünen oder die Linken besucht werden, können wir nicht abschätzen. Sollte es eintreffen, dann bitten wir hiermit, um eine breite Unterstützung unserer Demonstrationen. Es geht um Glaubwürdigkeit der Politik, öffentlich gegen Rassismus und Ausgrenzung einzustehen statt zu Schweigen.

Mit einer breiten Unterstützung können wir nicht nur deutlich zeigen, was wir davon halten, ebenfalls ist es eine Möglichkeit, aus der Spirale zu kommen, dass unsere Demonstrationsrechte eingeschränkt werden mit der Begründung eines Polizisten: „weil ich das sage!“

Dienstag, 15. September 2015

Die schweigende SPD

Nachdem Karl Schmitt die Pläne für den Abend am Hauptbahnhof verkündete, zog Bärgida alsbald zum Willy-Brandt-Haus ab. Vom Anhalter S-Bahnhof zog der Zug zu der Zentrale der SPD.

Mit deutlich weniger Teilnehmern wurde ihnen der Weg frei gemacht. Sperrungen, auch Hinterhöfe, rund um den Anhalter S-Bahnhof bis zum Willy-Brandt-Haus machten es einfach für die rassistische und nationalistische Bewegung. Der Busverkehr wurde umgeleitet ohne Hinweise, Twittermeldungen informieren nicht jeden.

Direkt bei dem Haus hat sich die Gegenbewegung formiert und lautstark geäußert. Die Polizei filmte von allen Seiten, auch Kameras zum biometrischen Abgleich kamen zum Einsatz. Vereinzelt wurden Personen aus der Menschenmenge gegriffen.

Von der SPD stellte sich Niemand entgegen, ob es an den Grenzschließungen liegt, der Asylrechtsverschärfung , den Kriegseinsätzen oder dass Gabriel Rassist*innen weiterhin als besorgte Bürger sieht, können wir nicht bestimmt sagen. Eine Information im Vorfeld fand nicht statt, obwohl die Strecke angemeldet war. So stand Bärgida mit Mitgliedern der NPD und den pinkelnden Neonazis vor dem Haus und hetzte.

Mit dem Lied der Deutschen und der Umdichtung der Internationalen in die Nationale fand der Abend ein relativ frühes Ende. Die Raster blieben, so wurde einem unserer Anmelder, der sogleich Anwohner ist, untersagt die Strecke zu passieren. Andere Personen wurden hingegen durchgelassen, alles nachdem Bärgida längst im S-Bahnhof verschwunden war.

Fotos:  
https://www.flickr.com/photos/134852624@N04/sets/72157658230479479
Twitter:
https://twitter.com/hashtag/nob%C3%A4rgida?f=tweets&vertical=default&src=hash

Keiner mag Bärgida

Nachdem die Pegida-Bewegung die Facebook-Seite zurückeroberte, Bärgida aus der Liste entfernte und die Kinder-Hogesa fern blieb, konnte der Ausmarsch der Rassist*innen und Nationalist*innen keine weiteren Personen mobilisieren.

Durch einen Auflagenbescheid, gegen den wir Rechtsmittel einlegen werden, wurde der direkte Weg zu unserer Kundgebung am Hauptbahnhof verboten. An dieser Stelle gab es in der Vergangenheit keine Blockaden, zu denen wir angeblich aufrufen.

Durchgesetzt von der Polizei zog Bärgida zum Brandenburger Tor, wo etliche Fotograf*innen Angriffe und Drohungen erhalten haben. So wurde der Presseausweis einer Fotografin von der Polizei ignoriert und ein weiterer von Bärgidateilnehmern bedroht. Auch ein Gegner hatte mit dem brutalen Einschreiten der Polizei zu kämpfen. Ebenfalls wurde mehrfach von einem Pfeffersprayeinsatz berichtet sowie Sachbeschädigung der Fahrräder.

Am Hauptbahnhof griff die Rasterfahndung. Dunkel gekleideten Menschen wurde der Weg versperrt und für die Ausgrenzer*innen freigemacht, um zum Alex zu kommen. Wir fragen uns ernsthaft wie die Deutsche Bahn AG zu der Sortierung ihrer Kund*innen steht.

Der Folgeanmeldung, nahe Alexanderplatz, laut Polizei von Enrico Stubbe angemeldet, wurde eine Verspätung angeboten und eingeräumt. Jedoch fand diese nicht statt, die vereinzelten Teilnehmer*innen verloren sich schnell, so dass der Abend ein Ende fand.

Wir danken allen Teilnehmer*innen und verurteilen die teilweise harte Vorgehensweise der Polizei. Auch mit Einschränkungen halten wir den Protest aufrecht.

Fotos:
Michaela Ellguth

Dienstag, 1. September 2015

Bärgida? Läuft nicht!

Am vergangenen Montag, den 31.08.2015, hat Berlin gezeigt, dass Bärgida keinen Platz in Mitte hat. Nachdem diese die Kundgebung auf dem Washingtonplatz beendete, um an einem anderen Ort die Demonstration fortzuführen, hat der breite Gegenprotest jede Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt.

Die Endstation blieb der Bahnhof. Versuche mit der U55 zum Bundestag und Brandenburger Tor zu kommen, wurden erfolgreich verhindert. Im Zuge dessen wurde der Hauptbahnhof abgeriegelt und selbst Touristen und Reisenden der Zugang verweigert.

Wir fordern, dass diesen Märschen ein Ende gesetzt wird. Den Deckmantel der Meinungsfreiheit für rassistische und nationalistische Versammlungen zu nutzen, kann nicht akzeptiert werden. Es gibt keine besorgten Bürger*innen, vermeintlich verharmlosende Begriffe für Ausgrenzer*innen zu verwenden ändert nichts am Rassismus, der damit Normalisiert wird.

Wir bedanken uns bei allen, insbesondere den Fahrradfahrer*innen, die sich den Protesten angeschlossen haben. Wer Repressionen erlitten hat kann mit uns Kontakt aufnehmen oder sich an den EA in Berlin wenden.

Montag, 31. August 2015

"Bärgida - wir pinkeln auf Kinder!"

Nun ist es offiziell, was in der Nacht bereits in sozialen Netzwerken die Runde machte, wurde nun von den Medien bestätigt. Bärgida, beziehungsweise die Teilnehmer dieser Demonstrationen, pinkeln auf Kinder.

Am Abend des 30.08.2015 wurde auf dem privaten Fernsehsender RTL eine Folge von Spiegel TV ausgestrahlt. Nicht weltbewegend und auch kein neues Format, der Inhalt jedoch war entscheidend. Am 22.08.2015 wurde in den Berliner Medien bekannt, dass in der S-Bahn unbekannte Täter eine Mutter mit ihren Kindern erst rassistisch beschimpft und dann auf diese uriniert haben sollen.

Wir meinen, beide jeden Montag zu sehen. Der eine eher im Hooliganblock, der andere nah am Transparent. Den Vergleich kann jeder selbst machen, beide Personen haben ihre eigenen Merkmale.

Christoph

Quelle mit LinkFoto der QuelleVergleich Bärgida-Demonstration
Spiegel TV

Bild
Robert
Quelle mit LinkFoto der Quelle
Vergleich Bärgida-Demonstration
BZ

Aus diesen und vielen weiteren Gründen ist es wichtig, sich gegen Rassismus und Ausgrenzung zu stellen, sich gegen Bärgida zu stellen. Unser Gegenprotest startet 18:00 Uhr in der Stromstraße und 18:30 Uhr auf dem Washingtonplatz.
Heute Abend wird Bärgida vermutlich die neue Strategie anwenden und im Anschluss einen neuen Ort aufsuchen, aktuell ist nur die Kundgebung ohne Demo am Hauptbahnhof bekannt. Bleibt flexibel und folgt uns bei Twitter.

Namen aus den Quellen entnommen und die Bilder sind mit Quelle hinterlegt. An der Stelle einen großen Dank an die Fotografen! 
Weitere Fotos: https://www.flickr.com/photos/neukoellnbild/20860861391/in/album-72157655384150843/

Donnerstag, 27. August 2015

Pressemitteilung #NoBärgida-Tag

In einer Zeit, in der fast täglich Anschläge auf Unterkünfte vollzogen werden, Übergriffe statt finden und der Rassismus allgegenwärtig ist, wollen wir informieren, aufklären und mobilisieren. Zur Diskussion steht die Strategie gegen Bärgida und Rassismus.

Am Samstag, den 29.08.2015, veranstalten wir den #NoBärgida-Tag. Um 14:00 Uhr eröffnen wir diesen Tag mit einem Informationsstand vor dem Rathaus, auf dem Mathilde-Jacob-Platz. Diesen Stand betreut das Aktionsbündnis #NoBärgida mit vielen weiteren Organisationen. Da das Ende des Monats erreicht ist stehen gespendete Lebensmittel bereit, welche solidarisch geteilt werden sollten.

Am Abend, 18:00 Uhr, eröffnen wir den Einlass in die Kulturfabrik Moabit. Lehrter Straße 35 - 10557 Berlin, um 19:00 Uhr mit der Informationsveranstaltung zu beginnen. Vorträge werden gehalten von Moabit hilft, der Linksjugend Solid Kreuzkölln, Markus Bernhardt von der jungen Welt und wir in Zusammenarbeit mit der MBR.
Im Anschluss gibt es eine Podiumsdiskussion mit zusätzlich dem VVN B.d.A Berlin und der ID Medienpraxis.


Den Abschluss des Abends, gegen 22:00 Uhr, lassen wir mit Musik ausklingen. Neben Merle und RAUS wird Stefanie-Lahya Aukongo Gedichte vortragen. In die Nacht begleiten uns die DJ´s Frank Pahnke, City Lock, Jeremy und saiddias neben Astrid und dem Turmverein.

Der Erlös der Veranstaltung am Abend dient zur Finanzierung der Demonstrationen und damit verbundenen Herstellung von Informationsmaterialien.

Unterstützer und Beitragende sind: 
Wir behalten uns jedoch vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu unseren Veranstaltungen zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Änderungen vorbehalten und möglich. 

Mittwoch, 26. August 2015

Kurzmitteilung zum 24.08.2015

Kurzüberblick

Die angemeldeten Demonstrationen scheinen noch immer Irritationen auszulösen. Diskussionen wegen den Punkten gab es an mehreren Stellen. Angefangen beim Hauptbahnhof bis zum Brandenburger Tor, die Teilnehmer nahmen sich die Orte.

Nachfragen, ob und wie Kundgebungen zusammengelegt werden sind überflüssig. Ständiges fragen lenkt ab und ist nicht zielführend. Da uns der Verlauf und die Handlungen unbekannt sind, halten wir uns sämtliche Möglichkeiten offen, wir bitten dies zu respektieren.

Während der Demonstration zum Brandenburger Tor wurden Teilnehmer gefilmt und Personenbeschreibungen durchgegeben. Dies wurde an verschiedenen Stellen an dem Abend gemacht, auch bei den Versammlungen außerhalb unserer Demonstrationen. Die Zugriffe erfolgten im Laufe des Abends. Teilweise bei der Abreise der Demonstrationsteilnehmer. Wer davon betroffen ist, kann sich gern bei uns melden.

Laut unseren Anmeldergesprächen wird Bärgida am kommenden Montag nur eine Kundgebung am Hauptbahnhof abhalten. Wir bleiben bei unseren Treffpunkten, Stromstraße 18:00 Uhr und Washingtonplatz 18:30 Uhr und stellen uns auf einen Abend ein, der Flexibilität und Reisebereitschaft erfordert.