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#NoBaergida ist ein loser Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die ein Zeichen gegen Rassismus in Berlin setzen.

Unsere Bärgida-Recherche ist hier zu finden.
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Dienstag, 18. August 2015

Die Schande von Berlin

Rassistenaufmarsch vor dem LaGeSo und Deutschlandlied und Reichskriegsflagge am Deportationsdenkmal Putlitzbrücke



Wochenlange unhaltbare und menschenverachtende Zustände, geschaffen von den politisch und behördlich Verantwortlichen beherrschen die Schlagzeilen. Die gestern, von der Polizei zugelassene Provokation von Bärgida, welche als Folgeveranstaltung neben ihrer Anmeldung in Berlin-Mitte jeder Spontanität entbehrt, hätte verhindert werden können und müssen. Das Zulassen des Aufmarsches ist ein weiterer Schlag in das Gesicht der vielen Freiwilligen, welche das politische Versagen vor Ort ausbügeln, und jederzeit für die Betroffenen da sind.

Die anhaltende Desinformations- und Verhinderungstaktik, welche die Neonazi- und Rassistenaufmärsche gewährleistet hat, hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Dieser liegt in der gezielten Bedrohung der auch Nachts vor Ort wartenden Flüchtlinge, welche zum Teil auf der Straße schlafen. Allein den Menschen ist es zu verdanken, aller Irreführungsversuche zum Trotz, dass das LaGeSo gesichert wurde und dass Bärgida nirgends ungestört blieb.
Das Lächeln bedeutet uns viel! Danke!

Unerträglich und nicht hinnehmbar war die Abschlusskundgebung der Bärgida auf der Putlitzbrücke. „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt“, kann an fast keinem Ort provozierender und deplatzierter wirken als vor dem Deportationsdenkmal am Westhafen. Der Tod von Tausenden wurde, in Begleitung und Zustimmung der Berliner Polizei, mit Füßen getreten und die Erinnerung verspottet.

Die Anmeldungen in der Stromstraße und am Hauptbahnhof halten wir aufrecht und werden nicht mehr vorzeitig beendet. Wir müssen dem rassistischen Spuk ein Ende setzen und brauchen euch dazu. Folgt unseren Informationen auf der Webseite, Twitter oder über Facebook. Wir müssen einen öffentlichen Druck aufbauen, um den Schweigenden beziehungsweise unwilligen Regierenden und Behörden, etwas entgegen zu setzen.



Donnerstag, 13. August 2015

Praktische Solidarität in Moabit

Rückblick auf eine Woche

In der Turmstraße 21 befindet sich das LaGeSo, das Landesamt für Gesundheit und Soziales. Die vergangene Woche zeigte neben der großen Hilfsbereitschaft der Berliner, dass der Senat mit der derzeitigen Situation überfordert ist und den Andrang sowie die Versorgung von Betreffenden nicht gewährleisten konnte.

Die Initiative „Moabit hilft“ hat in Zusammenarbeit mit den „Johannitern“ und vielen freiwilligen Helfern die Menschen in der vergangenen Woche versorgt. Essen und Trinken wurde ausgegeben, Hygieneartikel gespendet und den Menschen als Mensch gesehen und behandelt. Mit den Kindern wurde gebastelt und gespielt.

Im Laufe des heutigen Tages wurde es den Helfern untersagt, durch das Veterinäramt, weiterhin die Versorgung zu übernehmen. Am Abend setzten sich die Helfer, der Leiter vom LaGeSo sowie seine Vertreter und der Bezirksbürgermeister zusammen und haben debattiert.

  • Ab kommender Woche soll eine Hilfsorganisation die organisatorische Leitung übernehmen und mit „Moabit hilft“ zusammenarbeiten.
  • Eine Lösung für die Essenszubereitung wurde womöglich gefunden.
  • Angemessene ärztliche Vollversorgung soll bis spätestens Montag etabliert werden.
  • Auf dem Gelände sollen Möglichkeiten geschaffen werden, um die Menschen vor Wetterbedingungen zu schützen.
  • Weitere Unterkünfte sollen erschlossen werden.

Die Helfer sind mit den Ergebnissen vorerst zufrieden, werden dafür sorgen, dass die Punkte in die Realität umgesetzt werden und weiterhin vor Ort bleiben. Das LaGeSo hat verstanden wie wichtig die ehrenamtlichen Helfer sind und eingeräumt, dass diese befriedend wirken und für eine entspannte Stimmung sorgen.

Wie man sich einbringen kann, erfahrt ihr auf der Webseite Berlin-hilft-LaGeSo. Neben den aktuellen Spendenlisten für Moabit und Karlshorst sind die Kontaktmöglichkeiten  und eine FAQ hinterlegt.

Übersicht über die Berichterstattung: