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#NoBaergida ist ein loser Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die ein Zeichen gegen Rassismus in Berlin setzen.

Unsere Bärgida-Recherche ist hier zu finden.

Samstag, 15. August 2015

Wie ein Hotel die Versammlungen von Bärgida empfindet

Am vergangenen Montag, den 10. August 2015, hatte sich Bärgida zum zweiten Mal vor dem Novotel, Straße des 17. Juni, versammelt. Wir haben dies zum Anlass genommen und uns mit der Hoteldirektion in Verbindung gesetzt.

Bei der ersten Versammlung wurde das Hotel noch informiert, bei der zweiten Versammlung nicht mehr. Auf dem öffentlichen Raum, vor dem Novotel, verbreitete der AfD-Funktionär Heribert Eisenhardt seine kruden und fremdenfeindlichen Theorien.
„Wir nehmen die Wiederholung dieser Demonstration zum Anlass, um gemeinsam mit den vorgesetzten Stellen in unserem Unternehmen auf offiziellem Wege die Behörden anzusprechen, um zukünftige Genehmigungen von solchen Demonstrationen im öffentlichen Raum vor unserem Haus zu vermeiden.“
Das Hotel distanziert sich eindeutig und wird dafür kämpfen, dass solche Aufmärsche in Zukunft nicht mehr vor der Tür stattfinden und drücken es mit den folgenden Worten aus:
„Dies schadet auch unserem Image und der Willkommenskultur unserer Stadt.“
Wir schließen uns an, wobei es eine Schande ist, dass solche Versammlungen geduldet, sie sogar durchgesetzt und Gegenproteste massiv behindert werden. Wir rufen jedes Hotel, Restaurant oder öffentliche Einrichtung auf, sich gegen die rassistischen und nationalistischen Aufmärsche zu stellen! Wir selbst rufen erneut für unsere Treffpunkte auf und informieren per Twitter.
  • 18:00 Uhr Stromstraße, Ecke Alt-Moabit (U Turmstraße)
  • 18:30 Uhr Washingtonplatz, Hauptbahnhof
In diesem Zusammenhang wurde uns eine Nachricht zugespielt. Diese wurde von Karl Schmitt verfasst und weißt auf ein Treffen am Dienstag, den 18.08.2015, 19:00 Uhr hin. Wir bezweifeln, dass die Betreiber ihre Gäste vom kommenden Montag kennen. Es handelt sich um die Gaststätte MaeStral, Eichborndamm 236 in Berlin Reinickendorf. Dort sollen die vergangenen Demos ausgewertet und Vorschläge zu den Kommenden gesammelt werden. Ein weiterer Punkt ist die Vorstandswahl des BärGiDa e.V. (i.G.), welche am 15.09.2015 stattfinden soll.

Donnerstag, 13. August 2015

Praktische Solidarität in Moabit

Rückblick auf eine Woche

In der Turmstraße 21 befindet sich das LaGeSo, das Landesamt für Gesundheit und Soziales. Die vergangene Woche zeigte neben der großen Hilfsbereitschaft der Berliner, dass der Senat mit der derzeitigen Situation überfordert ist und den Andrang sowie die Versorgung von Betreffenden nicht gewährleisten konnte.

Die Initiative „Moabit hilft“ hat in Zusammenarbeit mit den „Johannitern“ und vielen freiwilligen Helfern die Menschen in der vergangenen Woche versorgt. Essen und Trinken wurde ausgegeben, Hygieneartikel gespendet und den Menschen als Mensch gesehen und behandelt. Mit den Kindern wurde gebastelt und gespielt.

Im Laufe des heutigen Tages wurde es den Helfern untersagt, durch das Veterinäramt, weiterhin die Versorgung zu übernehmen. Am Abend setzten sich die Helfer, der Leiter vom LaGeSo sowie seine Vertreter und der Bezirksbürgermeister zusammen und haben debattiert.

  • Ab kommender Woche soll eine Hilfsorganisation die organisatorische Leitung übernehmen und mit „Moabit hilft“ zusammenarbeiten.
  • Eine Lösung für die Essenszubereitung wurde womöglich gefunden.
  • Angemessene ärztliche Vollversorgung soll bis spätestens Montag etabliert werden.
  • Auf dem Gelände sollen Möglichkeiten geschaffen werden, um die Menschen vor Wetterbedingungen zu schützen.
  • Weitere Unterkünfte sollen erschlossen werden.

Die Helfer sind mit den Ergebnissen vorerst zufrieden, werden dafür sorgen, dass die Punkte in die Realität umgesetzt werden und weiterhin vor Ort bleiben. Das LaGeSo hat verstanden wie wichtig die ehrenamtlichen Helfer sind und eingeräumt, dass diese befriedend wirken und für eine entspannte Stimmung sorgen.

Wie man sich einbringen kann, erfahrt ihr auf der Webseite Berlin-hilft-LaGeSo. Neben den aktuellen Spendenlisten für Moabit und Karlshorst sind die Kontaktmöglichkeiten  und eine FAQ hinterlegt.

Übersicht über die Berichterstattung:

Dienstag, 11. August 2015

Koordination und Möglichkeiten

In Moabit ist die Lage brenzelig, das Lageso ist überfordert und nur durch die vielen freiwilligen Helfer wird den Menschen vor Ort geholfen. Die Zustände sind katastrophal, durch Menschlichkeit wird ein Funken Hoffnung erschaffen.

Die Strategie der Bärgida-Bewegung und Polizei wird fortgesetzt. Unsere ebenfalls, welche verhindert, dass diese in Moabit einmarschieren können. Nach Mitte und Friedrichshain traf es am gestrigen Montag Charlottenburg. Vom S-Bahnhof Tiergarten zog der rassistische Mob vorbei an Zoo und Gedächtniskirche zum Wittenberger Platz, mittels massiver Polizeibegleitung.

Die Auflagenbescheide werden weiterhin zu spät und fehlerhaft ausgestellt. Angemeldete Proteste werden ebenfalls außerhalb der Hör- und Sichtweite versteckt, dem Rassismus die Straße überlassen. Der selbsternannte, angeblich friedliche Bärgidaprotest, zeigte das wahre Gesicht. Neben den üblichen Hiltergrüßen, welche ungestraft blieben, gab es Festnahmen Aufgrund von Angriffen, mittels Getränkedosen, auf unseren Gegenprotest.

Wir bleiben dabei, dass wir diese Unterstützung der Aufmärsche nicht hinnehmen. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind keine Meinungen, wir haben kein Verständnis dafür. Woche für Woche wird offen gehetzt, die Realität verbogen und für das kranke Weltbild zurecht gelegt, auf der Straße, in Berlin.

Wir bleiben dabei. Am kommenden Montag bleiben unsere Treffpunkte die Stromstraße und am Washingtonplatz. Ein Feinschliff der Koordinierung und Kommunikation wird der Grundstein sein. Folgt unserem Aufruf und schließt euch an, Berlin gegen Nazis und wir informieren weiter über Twitter.

Dienstag, 4. August 2015

Bärgida - Demobericht zum 03.08.2015

In Moabit und am Washingtonplatz verlief es wie in den vergangen Wochen. Ausführen werden wir es nicht groß. Wir widmen uns lieber dem Fakt, dass Bärgida keine Angelegenheit nur für Mitte ist, sondern ganz Berlin betrifft.

Nachdem sie in Moabit, Mitte und Friedrichshain waren, werden sie wahrscheinlich weiter provozieren. Bärgida lief zum Brandenburger Tor und beendete dort die Demonstration, um sich erneut an der russischen Botschaft zu versammeln. Wir sind nicht an das Tor gegangen, weil man uns den angemeldeten Platz nicht zugestanden hat. Wir sind es Leid, dass man unsere Rechte einschränkt, die Anmeldung ist nichts neues und wir akzeptieren es nicht! Aus dem Grund haben wir an der Kreuzung unsere Kundgebung beendet und darauf hingewiesen, wo sich Bärgida neu formiert.

Von der russischen Botschaft aus, wo ein Fotograf trotz Presseausweis verhaftet wurde und rundherum der Gegenprotest sich lautstark bemerkbar machte, zog Bärgida die Friedrichstraße entlang. Begleitet wurden sie durch viele Aktivisten, welche mehrfach gestoppt wurden. Auf der Weidendammer Brücke, kurz vor dem Friedrichstadt-Palast, wurde ein Aktivist sogar festgenommen. An dieser Brücke wurden alle Personen, die begleitend ihren Protest zeigten, behindert dem Demonstrationszug von Bärgida zu folgen.

Einigen Personen gelang es über Umwege wieder aufzuschließen. Der Weg führte in das Wohngebiet bis zur Kreuzung Tieckstraße, Ecke Gartenstraße. Auf der gesamten Strecke wurden sie nicht nur durch uns begleitet, auch die Anwohner zeigten, dass sie Bärgida nicht wollen entgegen der Auffassung von der Bärgida-Bewegung. An der Kreuzung umstellten die Menschen wieder den rassistischen Mob. Diskussionsversuche und Hinweise auf die Thesen aus Dresden könnt ihr euch sparen. Euer Problem ist und bleibt Rassismus und wir diskutieren nicht darüber!

Die Heimreise erfolgte über den Nordbahnhof. Einzelne, zum Teil wie gewohnt betrunkene Hools, irrten später durch die Friedrichstraße. Diese waren bei der zweiten Demonstration nicht mehr im Zug, aber weiterhin vor Ort. Nachdem Bärgida verschwunden war, das rote Auto sollte von der Kreuzung geräumt werden, gab es Reibereien mit der Polizei. Diese stieß vereinzelte Teilnehmer, auch mit Fahrrad, brutal zur Seite. Verletzt wurde Niemand, jedoch ist das kein deeskalierender Umgang!

Es wird Zeit das nachzuholen, was im Januar vernachlässigt wurde. Wir haben die Chance, dass wir sie stoppen, jedenfalls dann, wenn wir flexibel und spontan agieren. Schließt euch an, informiert euch und eure Bekannten darüber. Wir werden weiterhin von den Demos per Twitter berichten, so können wir schnell und effektiv informieren, das wurde an dem 03.08.2015 eindeutig bewiesen.


Die beiden verhafteten Personen wurden bereits gestern Abend wieder freigelassen.

Fotos:

Neue Bärgidastrategie stoppen!

Flexibel und spontan gegen Rassismus

In Zeiten, wo sich Angriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte häufen, Berlin auf dem zweiten Platz der Statistik der rechtsextremistischen Gewalttaten steht, werden Grundrechte anderer eingeschränkt.

Auch am gestrigen Montag gelang es unseren Gegenprotesten den Weg nach Moabit zu verhindern. Aus dem Grund ändern die Neonazis und Rassisten, Hand in Hand mit der Berliner Polizei, ihre Strategie und setzen zum dritten Mal auf geheim gehaltene Folgeveranstaltungen.

Die Auflagenbescheide für unseren Gegenprotest werden trotz langer Voranmeldung zu spät und unpräzise oder gar nicht mehr zugestellt. Auftakt- und Endpunkte werden willkürlich verändert, Proteste in Sicht- und Hörweite trotz Zusagen ausgeschlossen und die zeitnahe Nutzung von Rechtsmitteln verhindert.

Mit massiver Polizeipräsenz wird ein weiträumiges Podium für Bärgida geschaffen und Informationen an die Gegenproteste und Anwohner unterbunden. Wir rufen dazu auf, sich dieser veränderten, und durch die Polizei gestützten Strategie, zu stellen. Flexibilität und Spontanität sind die Mittel, um zu verhindern, dass in den kommenden Wochen die Neonazis und Rassisten vor deiner Tür stehen! Es darf nicht zur Normalität werden, dass fremdenfeindliche und rassistische Aufmärsche unterstützt werden. Das Umfeld von Bärgida ist und bleibt eine massive Gefahr für Menschenleben sowie dem solidarischen Zusammenleben ohne Ausgrenzungen.

Wir nehmen es nicht hin, dass diesen Aufmärschen diese Unterstützung geboten wird. Auch die Übernahme der Inhalte in die Regierungspolitik  akzeptieren wir nicht und werden es weiterhin aktiv bekämpfen. Folgt unseren aktuellen Twittermeldungen und schließt euch jeden Montag unseren Protesten an.

Ein Demobericht wird in Kürze folgen.

Sonntag, 2. August 2015

Der erste Montag im August

Acht Monate Bärgida brechen nun an, eindeutig acht Monate zu viel.

Wir starten in den neuen Monat so, wie wir den vergangenen beendet haben. Unsere Treffpunkte bleiben erhalten.

Den gesamten Monat werden wir die beiden Standorte halten. In Moabit ist es deswegen wichtig, damit wir Bärgida fern halten können. Aber auch der Hauptbahnhof ist zentral.



Morgen soll es heiß werden, achtet bitte auf ausreichend Wasser. Wer sich den Weg durch Moabit sparen möchte, ist am Washingtonplatz gern gesehen.
  • 18:00 Uhr - Stromstraße, Ecke Alt-Moabit
  • 18:30 Uhr - Washingtonplatz, Hauptbahnhof
Für den August haben wir Flyer erstellt. Diese könnt ihr hier runterladen, wir werden sie ab Morgen verteilen.
Zur allgemeinen Information dient unser Twitter-Account. Zu erreichen ist dieser unter https://twitter.com/nopegida_berlin. Als Hashtag werden wir #nobärgida #nobaergida und #b0308 nutzen. 

Einen weiteren Bericht nebst Informationen haben unsere Freunde von Berlin gegen Nazis geschrieben. Diesen könnt ihr hier finden und er fasst die letzten Wochen zusammen.

Wir sind viele!

Donnerstag, 30. Juli 2015

Wenn der Neonazi nicht mit dem Patrioten kann - oder der Hooligan keine Juden mag

Die Besonderheit des Berliner Pediga-Ablegers haben schon mehrere Medien beschrieben. Seit gut acht Monaten trottet die Truppe durch die Stadt. Nun haben auch die Hooligans um Enrico Schottstädt begriffen, dass es eine Jewgida gibt.

Bild des AnstoßesRene schimpft:Enrico sagt:

Er hat es erfasst! Clever!
Bilder anklicken, um sie in der Originalgröße zu sehen

Ob es an unserer Fahnenkunde liegt, die von dem Bärgida-Umfeld selbst genutzt wird, oder ob einer von denen nicht für das Vaterland angestoßen hat, können wir nicht bestimmt sagen. Wir gratulieren jedoch dazu, nach acht Monaten die Jewgida entdeckt zu haben. Oder erfahren zu haben, dass die Griechenlandfahne doch anders aussieht.




René Menzel, der die Seite der Bärgida-Supporters betreibt, bittet die anderen Jewgida zu „dulden“.  Von Respekt keine Rede, nur die Duldung wird zugeschrieben. Es ist interessant zu sehen, wie Bärgida miteinander umgeht.

Und untereinander stellt man sogar fest, dass Neonazis in der Truppe mitmischen. Auch diese Info haben wir euch schon mitgeteilt, sei es per Wort im Internet, oder von der anderen Seite.



Die anderen krallen sich an ihrem Nationalismus, der Rest lobt die „Linken“. Die kleine Welt der Patrioten, Nationalisten, Rassisten und Faschisten ist keine einfache. Wenn ihr etwas von uns lernen wollt, dann befasst euch mit der Menschlichkeit. Alles andere ist noch zu hoch, Empathie und Mitgefühl sollte machbar sein. Dabei handelt es sich um Gefühle, sowas wie Hass, nur entgegengesetzt.

Unser Popcorn ist nun alle, wir widmen uns nun wieder wichtigeren Dingen. Wir wissen, dass ihr alles tut, um nicht zu Dritt am Bahnhof zu stehen.

Die Unterhaltungen sind auf der Facebookseite von den „Supporters“ zu finden.