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#NoBaergida ist ein loser Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die ein Zeichen gegen Rassismus in Berlin setzen.

Unsere Bärgida-Recherche ist hier zu finden.
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Donnerstag, 8. Dezember 2016

Im Gehege vor der russischen Botschaft

Da Bärgida weiterhin Montag für Montag auf die Straße geht halten wir unsere Gegenproteste aufrecht. Am vergangenen Montag haben wir uns, wie immer, 18:30 Uhr am Hauptbahnhof versammelt. Mit 60 Personen haben wir unsere Demonstration zum Brandenburger Tor vollzogen und dort unsere Abschlusskundgebung gehalten. Mit heißem Tee und motiviert sind einzelne Personen im Anschluss zur russischen Botschaft gegangen.

Bei Bärgida lag die Teilnehmerzahl bei 30 Personen, zu Beginn mit einer einsam wehenden Fahne. Trotz der geringen Teilnehmerzahl wurde es Bärgida gestattet den „Abendspaziergang“ auf der Straße durchzuführen. Ungewöhnlich zeitig ging die Ansammlung von Faschist*innen, Rassist*innen und  Sexist*innen in den Hauptbahnhof um unter Polizeischutz mit der S-Bahn zur Friedrichstraße zu fahren. Von dort aus liefen diese zur russischen Botschaft in ihr Gehege. 
Die Touristen hatten nur ein müdes Lächeln über, Ernst genommen wurden sie nicht. Die übliche Hetze schallte unter den Linden, bevor die Technik ausgefallen war. Diese Zwangspause wurde dazu genutzt, um umstehende Personen zu bepöbeln. Gegen 20:00 Uhr fand das Trauerspiel ein Ende und es wurde für den kommenden Montag aufgerufen.



Wir fordern von allen Berlinern und Berlinerinnen, dass die Gefahr von Bärgida wahrgenommen und ernst genommen wird. Reichsbürger, Neonazis, AfD und dergleichen dürfen nicht unkommentiert bleiben. Auch nach beinahe zwei Jahren ist dies unverändert. Es kann nicht besser werden, wenn es ignoriert wird. Mit euch gemeinsam haben wir die Chance dieser montäglichen Ansammlung ein Ende zu setzen. Schließt euch unserem Protest an, bringt euch ein und erhebt eure Stimme gegen Ausgrenzungen und Hass jeder Art.

Dienstag, 29. November 2016

Bärgida, schnell demonstrieren, hetzen, pöbeln und grapschen

Trotz der Ankündigung von Bärgida nach ihrem 100. Abendspaziergang den Volksaufstand auszurufen und nicht mehr in Form ihrer montäglichen „Abendspaziergänge“ zu protestieren, mussten wir uns am Montag doch wieder am Hauptbahnhof einfinden, um uns den Faschist*innen, Rassist*innen und Sexist*innen von Bärgida entgegen zu stellen.

Da wir noch alle von unserer erfolgreichen Demo am Samstag erschöpft waren, sind wir froh, dass Berlin gegen Nazis uns über die vermutliche Strecke von Bärgida informierte. Unser Gegenprotest war daher aus Mangel an Bewerbung im Gegensatz zu anderen Montagen kleiner, aber für die Spontanität doch recht gut besucht. Wir haben lautstark gegen gehalten und Bärgida keine Stimme auf dem Washingtonplatz gelassen.

Nach dem Demo-Marathon am Samstag beschränkten wir uns auf eine Kundgebung. Zudem hielten wir es für nicht sinnvoll mit weniger als 50 Antifaschist*innen und Antirassist*innen zu laufen. Dies war eine gute Entscheidung, denn Bärgida hatte nach fünf Redner*innen, welche je zehn Minuten ihre Hetze und ihr krudes Weltbild darstellen durften, darüber abgestimmt, ob sie laufen sollen.
Von den gut 30 Bärgidas haben neun für Laufen und der Rest dagegen gestimmt. So war der Spuk gegen 19:45 Uhr vorbei. Bei der Abfahrt beziehungsweise. dem Warten auf ihre S-Bahn fielen vier Exemplare von Faschos auf, die in das Spektrum Hohligans gezählt werden können. Sie brüllten lautstark ihren „Klassiker“ gegen einige wenige Antifaschist*innen, die ebenfalls auf ihre Bahn warteten. Diese „Kameraden“ hatten die Kälte wohl mit viel Alkohol zu bekämpfen versucht und so gaben sie das übliche Schauspiel zum Besten: erst wenn die Polizei helfend zu Seite steht, wird lautstark angepöbelt und die „deutsche Männlichkeit“ unter Beweis gestellt. Ein lustiges Schauspiel, da sie derartig betrunken waren, dass sie weder der Polizei noch den Argumenten von uns mit einem ordentlichen Satz entgegnen konnten. Gut gebrüllt Löwe.

Später fielen die 4 dann am Alexanderplatz auf, wie die Medien berichten. Dort gingen sie den zwei wichtigsten Aspekten ihrer deutschen Leidkultur nach. Bier trinken und Sexismus. Wir finden es ist schon zynisch von Bärgida gegen Fremde zu hetzen, welche sich an den aus ihrer Sicht „deutschen Frauen“ vergreifen. Hierfür haben sie sogar das Lied „Pack die Badehose ein“ so umgeschrieben, dass es suggeriert alle „Fremden“ würden nur grapschen. Auf der anderen Seite ziehen sie jedoch bei jedem Anlass genau den selben sexistischen Scheiß ab, den sie so gern Anderen in die Schuhe schieben.

Link zum Festnahmevideo: http://www.hubber.me/news/sexuelle-noetigung-in-parkhaus-festnahme-auf-alexa-weihnachtsmarkt/

Wir bedanken uns bei allen die sich trotz der kurzfristigen Mobilisierung, der Kälte und des langen Wochenendes wieder mit uns gegen Bärgida gestellt haben.

Wir sehen uns nächsten Montag, den 05.12.2016, auf der Straße!



Dienstag, 4. August 2015

Bärgida - Demobericht zum 03.08.2015

In Moabit und am Washingtonplatz verlief es wie in den vergangen Wochen. Ausführen werden wir es nicht groß. Wir widmen uns lieber dem Fakt, dass Bärgida keine Angelegenheit nur für Mitte ist, sondern ganz Berlin betrifft.

Nachdem sie in Moabit, Mitte und Friedrichshain waren, werden sie wahrscheinlich weiter provozieren. Bärgida lief zum Brandenburger Tor und beendete dort die Demonstration, um sich erneut an der russischen Botschaft zu versammeln. Wir sind nicht an das Tor gegangen, weil man uns den angemeldeten Platz nicht zugestanden hat. Wir sind es Leid, dass man unsere Rechte einschränkt, die Anmeldung ist nichts neues und wir akzeptieren es nicht! Aus dem Grund haben wir an der Kreuzung unsere Kundgebung beendet und darauf hingewiesen, wo sich Bärgida neu formiert.

Von der russischen Botschaft aus, wo ein Fotograf trotz Presseausweis verhaftet wurde und rundherum der Gegenprotest sich lautstark bemerkbar machte, zog Bärgida die Friedrichstraße entlang. Begleitet wurden sie durch viele Aktivisten, welche mehrfach gestoppt wurden. Auf der Weidendammer Brücke, kurz vor dem Friedrichstadt-Palast, wurde ein Aktivist sogar festgenommen. An dieser Brücke wurden alle Personen, die begleitend ihren Protest zeigten, behindert dem Demonstrationszug von Bärgida zu folgen.

Einigen Personen gelang es über Umwege wieder aufzuschließen. Der Weg führte in das Wohngebiet bis zur Kreuzung Tieckstraße, Ecke Gartenstraße. Auf der gesamten Strecke wurden sie nicht nur durch uns begleitet, auch die Anwohner zeigten, dass sie Bärgida nicht wollen entgegen der Auffassung von der Bärgida-Bewegung. An der Kreuzung umstellten die Menschen wieder den rassistischen Mob. Diskussionsversuche und Hinweise auf die Thesen aus Dresden könnt ihr euch sparen. Euer Problem ist und bleibt Rassismus und wir diskutieren nicht darüber!

Die Heimreise erfolgte über den Nordbahnhof. Einzelne, zum Teil wie gewohnt betrunkene Hools, irrten später durch die Friedrichstraße. Diese waren bei der zweiten Demonstration nicht mehr im Zug, aber weiterhin vor Ort. Nachdem Bärgida verschwunden war, das rote Auto sollte von der Kreuzung geräumt werden, gab es Reibereien mit der Polizei. Diese stieß vereinzelte Teilnehmer, auch mit Fahrrad, brutal zur Seite. Verletzt wurde Niemand, jedoch ist das kein deeskalierender Umgang!

Es wird Zeit das nachzuholen, was im Januar vernachlässigt wurde. Wir haben die Chance, dass wir sie stoppen, jedenfalls dann, wenn wir flexibel und spontan agieren. Schließt euch an, informiert euch und eure Bekannten darüber. Wir werden weiterhin von den Demos per Twitter berichten, so können wir schnell und effektiv informieren, das wurde an dem 03.08.2015 eindeutig bewiesen.


Die beiden verhafteten Personen wurden bereits gestern Abend wieder freigelassen.

Fotos: