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#NoBaergida ist ein loser Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die ein Zeichen gegen Rassismus in Berlin setzen.

Unsere Bärgida-Recherche ist hier zu finden.

Sonntag, 6. September 2015

Vom Norden in die Mitte


Wir akzeptieren weder Bärgida in Mitte, noch die NPD im Norden von Berlin. Ob Christian Schmidt oder Karl Schmitt, rassistische und nationalistische Inhalte sind keine Meinung, es bleibt ein Verbrechen.

Wer sich mit uns gegen Ausgrenzung und Rassismus stellen möchte, erhält hier eine Übersicht mit den Aktionen am Montag. Es darf nicht sein, dass Menschenverachtende Inhalte weiterhin Platz auf der Straße finden. Aussagen wie die von Benjamin S. zeigen deutlich, wie stark der Hass verwurzelt ist.

  1. 16:00 Uhr - S-Bahnhof Blankenburg
    Antifademo gegen die NPD Kundgebung Krugstege, Ecke Bahnhofsstraße
  2. 18:00 Uhr - Turmstraße, Ecke Wilsnacker Straße
    Neuer Treffpunkt, um das LaGeSo zu schützen.
  3. 18:30 Uhr - Washingtonplatz Hauptbahnhof
    Gegenüber von Bärgida
  4. 19:45 Uhr - Otto-Braun-Straße
    Demonstration von „Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland“
Neben den North-East Antifascists werden auch wir ab 16:00 Uhr vor Ort sein und per Twitter berichten. Der Hashtag wird #nobärgida sein, für Blankenburg werden wir blnblk verwenden.

Bild Michael Mager
Wie der Abend verläuft ist bisher unklar. Laut Auskunft der Polizei hat Bärgida die Strecke zum Brandenburger Tor angemeldet. Ob sie sich entscheiden mit „Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland“ zum Prenzlauer Berg fahren können wir nur abwarten. Je nachdem was sie tun, wir werden dran bleiben und berichten, und hoffen auf eine Wiederholung von letzter Woche.

Setzt mit uns mehr als ein Zeichen!

Dienstag, 1. September 2015

Bärgida? Läuft nicht!

Am vergangenen Montag, den 31.08.2015, hat Berlin gezeigt, dass Bärgida keinen Platz in Mitte hat. Nachdem diese die Kundgebung auf dem Washingtonplatz beendete, um an einem anderen Ort die Demonstration fortzuführen, hat der breite Gegenprotest jede Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt.

Die Endstation blieb der Bahnhof. Versuche mit der U55 zum Bundestag und Brandenburger Tor zu kommen, wurden erfolgreich verhindert. Im Zuge dessen wurde der Hauptbahnhof abgeriegelt und selbst Touristen und Reisenden der Zugang verweigert.

Wir fordern, dass diesen Märschen ein Ende gesetzt wird. Den Deckmantel der Meinungsfreiheit für rassistische und nationalistische Versammlungen zu nutzen, kann nicht akzeptiert werden. Es gibt keine besorgten Bürger*innen, vermeintlich verharmlosende Begriffe für Ausgrenzer*innen zu verwenden ändert nichts am Rassismus, der damit Normalisiert wird.

Wir bedanken uns bei allen, insbesondere den Fahrradfahrer*innen, die sich den Protesten angeschlossen haben. Wer Repressionen erlitten hat kann mit uns Kontakt aufnehmen oder sich an den EA in Berlin wenden.

Montag, 31. August 2015

"Bärgida - wir pinkeln auf Kinder!"

Nun ist es offiziell, was in der Nacht bereits in sozialen Netzwerken die Runde machte, wurde nun von den Medien bestätigt. Bärgida, beziehungsweise die Teilnehmer dieser Demonstrationen, pinkeln auf Kinder.

Am Abend des 30.08.2015 wurde auf dem privaten Fernsehsender RTL eine Folge von Spiegel TV ausgestrahlt. Nicht weltbewegend und auch kein neues Format, der Inhalt jedoch war entscheidend. Am 22.08.2015 wurde in den Berliner Medien bekannt, dass in der S-Bahn unbekannte Täter eine Mutter mit ihren Kindern erst rassistisch beschimpft und dann auf diese uriniert haben sollen.

Wir meinen, beide jeden Montag zu sehen. Der eine eher im Hooliganblock, der andere nah am Transparent. Den Vergleich kann jeder selbst machen, beide Personen haben ihre eigenen Merkmale.

Christoph

Quelle mit LinkFoto der QuelleVergleich Bärgida-Demonstration
Spiegel TV

Bild
Robert
Quelle mit LinkFoto der Quelle
Vergleich Bärgida-Demonstration
BZ

Aus diesen und vielen weiteren Gründen ist es wichtig, sich gegen Rassismus und Ausgrenzung zu stellen, sich gegen Bärgida zu stellen. Unser Gegenprotest startet 18:00 Uhr in der Stromstraße und 18:30 Uhr auf dem Washingtonplatz.
Heute Abend wird Bärgida vermutlich die neue Strategie anwenden und im Anschluss einen neuen Ort aufsuchen, aktuell ist nur die Kundgebung ohne Demo am Hauptbahnhof bekannt. Bleibt flexibel und folgt uns bei Twitter.

Namen aus den Quellen entnommen und die Bilder sind mit Quelle hinterlegt. An der Stelle einen großen Dank an die Fotografen! 
Weitere Fotos: https://www.flickr.com/photos/neukoellnbild/20860861391/in/album-72157655384150843/

Donnerstag, 27. August 2015

Pressemitteilung #NoBärgida-Tag

In einer Zeit, in der fast täglich Anschläge auf Unterkünfte vollzogen werden, Übergriffe statt finden und der Rassismus allgegenwärtig ist, wollen wir informieren, aufklären und mobilisieren. Zur Diskussion steht die Strategie gegen Bärgida und Rassismus.

Am Samstag, den 29.08.2015, veranstalten wir den #NoBärgida-Tag. Um 14:00 Uhr eröffnen wir diesen Tag mit einem Informationsstand vor dem Rathaus, auf dem Mathilde-Jacob-Platz. Diesen Stand betreut das Aktionsbündnis #NoBärgida mit vielen weiteren Organisationen. Da das Ende des Monats erreicht ist stehen gespendete Lebensmittel bereit, welche solidarisch geteilt werden sollten.

Am Abend, 18:00 Uhr, eröffnen wir den Einlass in die Kulturfabrik Moabit. Lehrter Straße 35 - 10557 Berlin, um 19:00 Uhr mit der Informationsveranstaltung zu beginnen. Vorträge werden gehalten von Moabit hilft, der Linksjugend Solid Kreuzkölln, Markus Bernhardt von der jungen Welt und wir in Zusammenarbeit mit der MBR.
Im Anschluss gibt es eine Podiumsdiskussion mit zusätzlich dem VVN B.d.A Berlin und der ID Medienpraxis.


Den Abschluss des Abends, gegen 22:00 Uhr, lassen wir mit Musik ausklingen. Neben Merle und RAUS wird Stefanie-Lahya Aukongo Gedichte vortragen. In die Nacht begleiten uns die DJ´s Frank Pahnke, City Lock, Jeremy und saiddias neben Astrid und dem Turmverein.

Der Erlös der Veranstaltung am Abend dient zur Finanzierung der Demonstrationen und damit verbundenen Herstellung von Informationsmaterialien.

Unterstützer und Beitragende sind: 
Wir behalten uns jedoch vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu unseren Veranstaltungen zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Änderungen vorbehalten und möglich. 

Mittwoch, 26. August 2015

Kurzmitteilung zum 24.08.2015

Kurzüberblick

Die angemeldeten Demonstrationen scheinen noch immer Irritationen auszulösen. Diskussionen wegen den Punkten gab es an mehreren Stellen. Angefangen beim Hauptbahnhof bis zum Brandenburger Tor, die Teilnehmer nahmen sich die Orte.

Nachfragen, ob und wie Kundgebungen zusammengelegt werden sind überflüssig. Ständiges fragen lenkt ab und ist nicht zielführend. Da uns der Verlauf und die Handlungen unbekannt sind, halten wir uns sämtliche Möglichkeiten offen, wir bitten dies zu respektieren.

Während der Demonstration zum Brandenburger Tor wurden Teilnehmer gefilmt und Personenbeschreibungen durchgegeben. Dies wurde an verschiedenen Stellen an dem Abend gemacht, auch bei den Versammlungen außerhalb unserer Demonstrationen. Die Zugriffe erfolgten im Laufe des Abends. Teilweise bei der Abreise der Demonstrationsteilnehmer. Wer davon betroffen ist, kann sich gern bei uns melden.

Laut unseren Anmeldergesprächen wird Bärgida am kommenden Montag nur eine Kundgebung am Hauptbahnhof abhalten. Wir bleiben bei unseren Treffpunkten, Stromstraße 18:00 Uhr und Washingtonplatz 18:30 Uhr und stellen uns auf einen Abend ein, der Flexibilität und Reisebereitschaft erfordert.

Freitag, 21. August 2015

Montag, nicht nur Bärgida

Am kommenden Montag, den 24.08.2015, gibt es gleich mehrere Aktionen, welche wir neben unseren Demonstrationen besuchen.

In Hohenschönhausen ist am Montag der Tag der offenen Tür in der geplanten Unterkunft im Hausvaterweg. Bereits am Dienstag gab es Proteste, von denen wir auch berichtet haben. 15:00 Uhr ist der offizielle Einlass.

Foto von Georg Kellner
Auch das Bärgida-Umfeld mobilisiert dort hin. Laut Angaben auf deren Seite wollen diese 16:00 Uhr los laufen. Wir treffen uns mit den Aktivisten 15:00 Uhr am S-Bahnhof Hohenschönhausen. Schließt euch an, es gibt kein ruhiges Hinterland. Im Anschluss fahren wir gemeinsam zu unseren Gegenprotesten.

Die Übersicht für den 24.08.2015
  1. 15:00 Uhr - Hohenschönhausen S-Bahnhof (Vortreffpunkt 14:30 Uhr Ostkreuz Sonntagsstraße)
  2. 18:00 Uhr - Stromstraße, Ecke Alt-Moabit (U9 Turmstraße)
  3. 18:30 Uhr - Washingtonplatz, Hauptbahnhof
Wie gehabt werden wir per Twitter berichten, Berlin gegen Nazis wird es uns gleich tun. Welche Wege sich Bärgida aussucht, können wir derzeit nicht sagen. Für gewöhnlich melden diese ihre Strecken erst am Samstag an, damit vorherige Anfragen nicht möglich sind. Wir werden entsprechend reagieren und informieren. Moabit, was sie als Sieg sehen, es in Wahrheit einem Spießrutenlauf gleicht, werden sie wahrscheinlich nicht besuchen.

Dienstag, 18. August 2015

Die Schande von Berlin

Rassistenaufmarsch vor dem LaGeSo und Deutschlandlied und Reichskriegsflagge am Deportationsdenkmal Putlitzbrücke



Wochenlange unhaltbare und menschenverachtende Zustände, geschaffen von den politisch und behördlich Verantwortlichen beherrschen die Schlagzeilen. Die gestern, von der Polizei zugelassene Provokation von Bärgida, welche als Folgeveranstaltung neben ihrer Anmeldung in Berlin-Mitte jeder Spontanität entbehrt, hätte verhindert werden können und müssen. Das Zulassen des Aufmarsches ist ein weiterer Schlag in das Gesicht der vielen Freiwilligen, welche das politische Versagen vor Ort ausbügeln, und jederzeit für die Betroffenen da sind.

Die anhaltende Desinformations- und Verhinderungstaktik, welche die Neonazi- und Rassistenaufmärsche gewährleistet hat, hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Dieser liegt in der gezielten Bedrohung der auch Nachts vor Ort wartenden Flüchtlinge, welche zum Teil auf der Straße schlafen. Allein den Menschen ist es zu verdanken, aller Irreführungsversuche zum Trotz, dass das LaGeSo gesichert wurde und dass Bärgida nirgends ungestört blieb.
Das Lächeln bedeutet uns viel! Danke!

Unerträglich und nicht hinnehmbar war die Abschlusskundgebung der Bärgida auf der Putlitzbrücke. „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt“, kann an fast keinem Ort provozierender und deplatzierter wirken als vor dem Deportationsdenkmal am Westhafen. Der Tod von Tausenden wurde, in Begleitung und Zustimmung der Berliner Polizei, mit Füßen getreten und die Erinnerung verspottet.

Die Anmeldungen in der Stromstraße und am Hauptbahnhof halten wir aufrecht und werden nicht mehr vorzeitig beendet. Wir müssen dem rassistischen Spuk ein Ende setzen und brauchen euch dazu. Folgt unseren Informationen auf der Webseite, Twitter oder über Facebook. Wir müssen einen öffentlichen Druck aufbauen, um den Schweigenden beziehungsweise unwilligen Regierenden und Behörden, etwas entgegen zu setzen.